Aufruf der Frauenplattform zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen – Fight Violence against Women – Organize!

  1. November 2018

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen –

Fight Violence against Women – Organize!

 

Wir sind die Plattform der Powerfrauen und -mädchen im Internationalistischen Bündnis…

… weil die Frauen der Welt mutig gegen Gewalt kämpfen. Zehntausende beim Womensmarch in den USA gegen den frauenverachtenden, faschistoiden Präsidenten Trump. Samstagsmütter in der Türkei gegen das Erdogan-Regime. Die Bewegung „Ni una menos“ (keine einzige weniger) in Lateinamerika. Gegen Massenvergewaltigungen in Indien. „Omas gegen rechts“ in Österreich. Die mutige Jesidin und Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad gegen die Sexsklaverei des IS. Frauen gegen Sexismus und Rassismus in Deutschland. Ärztinnen wie Kristina Hänel gegen Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen.

… weil wir uns für all diese Kämpfe weiter stärken müssen! Dafür brauchen wir einen dauerhaften, starken, organisierten, überparteilichen Zusammenschluss. Nur gemeinsam sind wir stärker als diejenigen, die uns unterdrücken! Das Internationalistische Bündnis umfasst bereits 31 Organisationen und 24.000 Einzelpersonen.

… weil die kämpferische Frauenbewegung Verantwortung für die Zukunft übernehmen  und sich im Bündnis mit allen anderen fortschrittlichen Kräften gegen die Rechtsentwicklung der Regierung und der bürgerlichen Parteien stellen muss. „Wehret den Anfängen“ ist für uns keine Floskel. Um die Rechtsentwicklung zu stoppen, stellen wir in den Vordergrund, was uns eint, nicht was uns trennt. Je komplizierter die Entwicklung, desto besser müssen wir sie begreifen lernen.  Je härter die Zeiten, desto stärker muss unsere Solidarität sein!

… weil die Befreiung der Frau und die Befreiung der ganzen Menschheit von Ausbeutung und Unterdrückung zwei Seiten einer Medaille sind und deswegen auch nur gemeinsam erkämpft werden. Dafür stärken wir uns im Internationalistischen Bündnis gegenseitig und lernen voneinander: von der Power der Jugend, von der Perspektive der Revolutionärinnen und Revolutionäre, von der Organisiertheit und den Kämpfen der Arbeiter.

… weil Gewalt gegen Frauen im Kapitalismus systemimmanent ist: ob Hunger, Kriege, Flucht, Umweltkatastrophen, patriarchale Unterdrückung, Diskriminierung, Sexismus oder Altersarmut. Deshalb mit dem Internationalistischen Bündnis als konsequente Kraft dem Übel an die Wurzel  gehen statt es „kritisch zu begleiten“.

Viele gute Gründe mitzumachen – auch für dich/Sie!

 

Deshalb rufen wir Powerfrauen und -mädchen im Internationalistischen Bündnis dazu auf:

 Fight Violence against Women – Organize!

Am 25. November gegen Gewalt an Frauen gemeinsam auf die Straße!

Knüpfen wir ein untrennbares Band mit unseren Schwestern überall auf der Erde!

Stärken wir die kämpferische Frauenbewegung!

Schließen wir uns enger zusammen gegen die Rechtsentwicklung der Regierung und der bürgerlichen Parteien – im Internationalistischen Bündnis und der Frauenplattform!

Gestalteter Aufruf mit Statements von verschiedenen Organisationen und Frauen

 

Kontakt: frauenplattform@inter-buendnis.de

Zeitzeugen gesucht! Veranstaltung zum großen Bergarbeiterstreik 1997 am 6.10.2018

Folgende Pressemittelung von unserer Trägerorganisation zu ihrer Veranstaltung am 06.10.2018 wollen wir hier unterstützen und mit dazu aufrufen:

Veranstaltung in Gelsenkirchen- Horst in der Horster Mitte, Schmalhorststraße 1a zum großen Bergarbeiterstreik 1997 am 6.10.2018 – Zeitzeugen gesucht

Der große Bergarbeiterstreik 1997 der Kumpels von Ruhr und Saar war ein historisches Ereignis.

Mit dem größten, selbständig organisierten Bergarbeiterstreik seit dem II. Weltkrieg wurde

verhindert, dass die Regierung Kohl und die RAG ihre Pläne zur Schließung der Steinkohlezechen durchziehen konnten. Die Bergarbeiterbewegung Kumpel für AUF sucht weiter Zeitzeugen, die damals dabei waren, die Fotos und Berichte beitragen können – von den Anfängen auf Zeche Hugo bis zu den Protesten vor dem Bonner Kanzleramt und aus der breiten Solidaritätsbewegung aus der Bevölkerung. Aber auch alte Grubenlampe, Zeugnisse der Bergbauzeit und Beiträge zur Bergarbeiterkultur sind willkommen. Statt Abgesang und weinerlichen Klagen wird dieser Abend die kämpferische und revolutionäre

Bergarbeiterkultur des Ruhrgebiets an jüngere Generationen weitergeben.

Die Veranstaltung mit Vorporgamm ab 16 Uhr, großer Revue zum Bergarbeiterstreik ab 19 Uhr und anschließendem Tanz findet statt am 6.10.2018 in Gelsenkirchen- Horst an und in der Horster Mitte, Schmalhorststraße 1a. Interessenten wenden sich bitte an: Kumpel für AUF, e-mail: kumpel-@gmx.de

Hier der Flyer zur Veranstaltung.

Mit freundlichen Grüßen

„Wir akzeptieren die Arbeitsplatzvernichtung von Siemens nicht!“

Von der Berliner Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses:

„Für die Zukunft der Jugend: Wir akzeptieren die Arbeitsplatzvernichtung von Siemens nicht! Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz und für die unbefristete Übernahme der Azubis!“ so ist eine Unterschriftenliste überschrieben, die die Berliner Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses initiiert hat:

Hier gibt es die Unterschriftenliste als pdf-Datei!

Seit Jahren baut der Siemenskonzern die Belegschaft ab, schließt Werke und Ausbildungsstätten, verkauft ganze Bereiche und macht dabei Rekordgewinne. Kaeser (Joe Kaeser, Chef von Siemens; Anm. d. Red.) verkündet mit dem neuen Konzernumbau eine weitere Steigerung der Rendite (Ausbeutung). Die Proteste 2017/18 haben den Konzernvorstand zum Rückzug von Standortschließungen gezwungen. Die Siemens-Bosse halten aber mit Rückendeckung der Bundesregierung an der Arbeitsplatzvernichtung fest.

Es gibt aber keinen „sozialverträglichen“ Arbeitsplatzabbau

Dazu wurde mit dem Gesamtbetriebsrat ein sogenannter „Zukunftspakt“ geschlossen. Es gibt aber keinen „sozialverträglichen“ Arbeitsplatzabbau, die Arbeitsplätze fehlen der Jugend. Wir lassen uns nicht spalten oder weiter flexibilisieren! Wir sind bereit konzern- und länderübergreifend konsequent zu kämpfen! Dazu brauchen wir die Gewerkschaft als Kampforganisation.

Wir unterstützen auch den Kampf um jeden Arbeitsplatz der Leiharbeiter und anderer Belegschaften wie bei General Electric. Weltweit könnten mit einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich und der Umstellung auf umweltfreundliche Technologien Hunderttausende weitere Arbeitsplätze geschaffen werden.

Hier gibt es die Unterschriftenliste als pdf-Datei!

Die Diskussionsgrundlage für eine Agrarplattform steht

Die politisch-inhaltliche und auch ein guter Teil der praktischen Arbeit im InterBündnis wird in den Plattform organisiert – zum Beispiel in der Umweltplattform oder der Frauenplattform. Jetzt organisieren sich auch die Landwirte: Ein Beratungsentwurf für ein Flugblatt und Standpunktpapier wird hiermit veröffentlicht.

Schon im September will sich die Agrarplattform im Internationalistischen Bündnis gründen. Rückmeldungen zu dem Beratungsentwurf sollen jetzt weiter gesammelt werden.

Die Gründung der Agrarplattform soll bei einem Treffen der Initiatoren und Unterstützer der Agrarplattform am Freitag, den 14. September 2018 um 20 Uhr in Uedem / Niederrhein erfolgen. Der genaue Ort wird noch bekannt gegeben.

Hier kann man den Entwurf des Flugblatts der Agrarplattform lesen!

Du willst mitmachen? Schicke eine E-Mail an den Kontakt zur Vorbereitung und Mitarbeit in der Agrarplattform: wodiro@web.de

Nachtrag: Resolution an die IG Metall Verwaltungsstelle und den Migrantenausschuss Salzgitter

Auf der Arbeiterkonferenz am 21.05.2018 haben wir noch eine Solidaritätserklärung verabschiedet die wir euch nicht vorenthalten wollen:

An
die Verwaltungsstelle der IGM Salzgitter
den Ortsmigrantenausschuss der IGM Salzgitter
Frau Sevim Dagdelen, die Linke

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir finden es richtig, dass Ihr die Veranstaltung mit Frau Dagdelen durchgeführt habt. Die Kritik am faschistischen Erdogan-Regime und am völkerrechtswidrigen Einmarsch in Efrin ist voll und ganz berechtigt. Als Arbeiterplattform im Internationalistischen Bündnis fordern wir den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zur Türkei und Schluss mit den  Waffenlieferungen.
Eure Veranstaltung steht in der antifaschistischen, demokratischen und  freiheitlichen Tradition der Gewerkschaftsbewegung. Wir sind ausdrücklich solidarisch mit Euch gegen die Hetze und die organisierte Kampagne der AKP-nahen ADD („Allianz Deutscher Demokraten“), die mit ihrem  Nationalismus die Belegschaften spaltet.
Dass der IG Metall Vorstand vor dieser rechten Kampagen einknickt und von euch eine Entschuldigung verlangt, ist unglaublich und nicht  akzeptabel.

Mit solidarischen Grüßen

Einstimmig verabschiedet von den Teilnehmern der Arbeiterkonferenz des Internationalistischen
Bündnisses am 21.4.2018 in Hildesheim

 

 

 

Abschlusserklärung der internationalen Konferenz der ÊDÎ BESE Plattform

Die von der EDİ BESE Plattform organisierte ’’Internationale Konferenz Grundrechte und Freiheiten’’ fand in der Zeit vom 24-25 März unter Beteiligung von Menschen verschiedener Nationalitäten, Glaubensrichtungen und politischer Ansichten aus mehreren Regionen Deutschlands in Frankfurt/M statt. Unsere Konferenz, auf der 2 Tage lang ergiebige Vorträge und Diskussionen stattfanden, war auf der Grundlage des Verständnisses einer gesellschaftskritischen Herangehensweise einer konkreten Problematik gegenüber beeindruckend und informativ.

Auf unserer Konferenz wurde erörtert, dass der türkische Staat im Laufe ihrer historischen Entwicklung mit der Unterstützung der internationalen Kapitalkräfte Menschen verschiedener Nationen, Glaubensrichtungen und Kulturen wie in erster Linie die Kurden, Armenier, Assyrer, Yeziden und Aleviten systematischen Massakern unterzogen. Als eine Fortsetzung dieser Politiken der Massaker und Genozide wurde Afrin durch die türkische Armee und ihre verlängerte Arme von paramilitärischen Jihadisten besetzt und annektiert. Diese Besatzung fand mit der Unterstützung und Billigung der globalen Mächte in erster Linie Russland, USA, Deutschland, Frankreich und England stat. Im Laufe dieser Besetzung/Annexion, in der nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen begangen wurde, wurden hunderte von Zivilisten ermordet, das Gut und Habe der Bevölkerung geplündert und hunderttausende von Menschen zwangsvertrieben. Die Konferenzbeteiligten weisen betonend auf die Verantwortung der internationalen Mächte hin und rufen alle fortschrittlichen Menschen auf, den Kampf gegen die Besetzung und Annexion noch mehr zu stärken.

Auf unserer Konferenz wurden auch die zunehmenden Repressionen an erster Stelle die in Deutschland sowie in vielen anderen europäischen Ländern gegen demokratische kurdische Institutionen und deren Aktivisten, gegen die migrationsstämmigen demokratischen Massenorganisationen, revolutionären Institutionen der Menschen aus der Türkei, Personen sowie gegen fortschrittliche, revolutionäre, antifaschistische und friedensliebende deutsche Einrichtungen vor allem im Zuge der G20 Proteste ausführlich besprochen und bewertet. Es stehen mittels Praktiken wie Verfolgung, Ausschöpfung von Informationen, Festnahmen und Anklagen breiangelegte Angriffe gegen unsere Grundrechte und Freiheiten an der Tagesordnung. Vor allem werden zunehmend Politiken zum Verbieten der Meinungsfreiheit sowie des Organisations- und Demonstrationsrecht an den Tag gelegt. Wir sind in eine Phase eingetreten, in der Strafgesetze verschärft werden, die Polizei die Rechte im öffentlichen Leben nach eigener Vorstellung bestimmt und Rechtsnormen erfindet und unsere verfassungsmäßigen Rechte verstoßen wird.

Die schmutzige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Türkei spiegelt sich vor allem in politischen Verfahren wider. Diese stellen kein neues Phänomen dar, sondern lassen sich auf das Düsseldorfer „Kurdenverfahren“ zurückführen, in welchem mehrere kurdische PolitikerInnen gemeinsam auf der Anklagebank saßen. In jenem Verfahren wurden Mitglieder der kurdischen Befreiungsbewegung angeklagt und es wurde auf der Seite des türkischen Staates eine Kriminalisierungspolitik gegen KurdInnen umgesetzt. Später wurde ein Betätigungsverbot für die PKK erlassen und zahlreiche soziale und Kulturvereine wurden verboten. Diese Kriminalisierungspolitik wurde durch die Ergänzung des § 129 des Strafgesetzbuches durch den § 129b, also die „Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland“, intensiviert. Mit diesem Vorwurf wurden zahlreiche revolutionäre und fortschrittliche MigrantInnen, vor allem kurdische PolitikerInnen, Mitglieder und SympathisantIinnen der ATIK und Anatolischen Föderation sowie vile migrationsstämmige revolutionäre und fortschrittliche Menschen einer Verfolgungs-, Verhaftungs- und Verfahrenswelle ausgesetzt. Politische Persönlichkeiten werden auf der Grundlage der Informationen und Unterlagen verurteilt, die unmittelbar vom türkischen Staat stammen. Der türkische Staat fungiert in diesen Verfahren mit seiner Mentalität sowie seiner direkten Einmischung so gut wie als Teil der Anklagebehörde.

Der türkische Staat rief in Deutschland mittels des Geheimdienstes MIT, der Konsulate und AKP-Parlamentarier Agenten- und Milizenorganisationen ins Leben. Vor allem Strukturen wie die Osmanen Germania, UETD und DITIB-Moscheen stellen die Zentren dieser illegalen Organisationen dar. Mit finanzieller und logistischer Unterstützung dieser Strukturen wurden bereits bewaffnete Einheiten geschaffen. Ferner wird eine Lobbyarbeit im Sinne der Verbreitung eines zutiefst chauvinistischen türkischen Nationalismus und des Rassismus unter türkischen ArbeiterInnen, SchülerInnen, Studierenden, Gewerbetreibenden und AkademikerInnen betrieben. Diese Organisationen werden nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa aufgebaut. Welchem Zweck sie dienen, wird an der Ermordung von Sakine Cansız und ihrer Genossinnen in Paris ersichtlich.

Unsere Konferenz hat die Feststellung getroffen, dass auch die Gesellschaften in Deutschland/Europa Ziel der existierenden Repressionen sind. Deshalb regt sie an, dass in den Ländern/Städten, in denen wir leben, bei grundlegenden, sozialen-politischen Problemen mehr Engagement gezeigt wird und damit bei allen gesellschaftlichen Problemen eine konkrete Haltung eingenommen wird. Im Falle der Realisierung dieser Anregung wird, bei bestehenden, ausgesprägten Problemen, die Schaffung von Möglichkeiten eines noch breiteren Zusammenhalts gewährleistet sein.

Unsere Konferenz hat im Lichte der oben genannten Diskussionen auch kritische und selbstkritische Würdigungen vorgenommen und ist einstimmig zu den folgenden Leitgedanken und Beschlüssen gelangt:

  • Der Kampf um die Grundrechte und Freiheiten gegen das herrschende Recht ist ein berechtigter und legitimer Kampf. Dabei sind die Möglichkeiten des vereinten, demokratischen und internationalistischen Kampfes höher als gestern. Der Umstand, dass die aktuelle Politik der herrschenden Kräfte die globale Herrschaftskrise vertieft, macht diese Partnerschaft eher möglich.

  • Der richtigste Weg, zur Wahrung unserer Grundrechte ist der, dass das Recht auf Meinungs- und Vereinigungsfreiheit praktisch in Form neuer Kampagnen- und Kampfmethoden, noch mehr in Anspruch genommen werden.

  • Die Aufklärung der Gesellschaft hinsichtlich der politischen und juristischen Repressionen, die Organisierung und Mobilisierung auf legitimer Grundlage gehört zu den wichtigen politischen Aufgaben aller an der Konferenz teilnehmenden Organisationen, demokratischen Institutionen und verantwortungsbewussten Individuen.

  • Sich für die politischen Gefangenen vom Tage ihrer Festnahme an einzusetzen und mit ihnen zu solidarisieren, stellt eine grundlegende moralische und politische Aufgabe dar.

  • Jegliche Angriffe auf die Grundrechte müssen bis ins Detail dokumentiert und der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Alle bis heute stattgefundenen Ereignisse sollten archiviert sowie in Form systematisierter Aufzeichnungen der Presse, der Zivilgesellschaft und der Öffentlichkeit präsentiert werden.

  • Mit Organisationen wie NAV-DEM und ATİK, die aktuell Ziele dieser repressiven Politik sind, sollte eine umgehende und schnelle Solidarisierung erfolgen. Ein Angriff gegen eine Organisation sollte als Angriff gegen alle Organisationen gewertet werden.

  • Die Solidarisierung mit Organisationen wie Rote Hilfe und AZADİ, die sich aktiv gegen Kriminalisierung sowie straf- und zivilrechtliche Angriffe betätigen, muss intensiviert werden. Diese Organisationen sollten gestärkt werden, indem man deren Mitglied wird, für sie spendet und gemeinsame Aktivitäten mit ihnen organisiert. Insbesondere sollte die Verbreitung und Verteilung der von diesen Organisationen herausgegebenen Broschüren unterstützt werden.

  • Es sollte ein Ständiges Komitee für Grundrechte und Freiheiten gebildet werden, das sich zur Aufgabe macht, die Aktivitäten gegen die gegen Grundrechte und Freiheiten gerichteten Angriffe noch systematischer, noch kontinuierlicher zu führen und auszuweiten. Deren konkrete Form wird noch von den Beteiligten der ÊDÎ BESE-Plattform bestimmt werden.

  • Es sollte eine Unterschriftensammlung eine Unterschriftenkampagne zur Vorlage beim Bundestag ins Leben gerufen werden.

  • Die schmutzigen und unterdrückerischen Beziehungen zwischen der faschistischen AKP und der Großen Koalition müssen noch stärker entlarvt werden. Mit rechtswidrigen und antidemokratischen Methoden üben die politische Macht und der Staatsterrorismus Repressionen gegen die Opposition aus, mit rechtswidrigen und antidemokratischen Methoden sammeln sie Daten, betreiben Verfolgungen, verfolgen Zermürbungsstrategien. Der Politik und Praxis der Verfolgung und Betrafung müssen wir gemeinsam laut und kraftvoll ein ÊDÎ BESE entgegensetzt werden.

Arbeiterplattform ruft zur Teilnahme an den Aktivitäten zum 1. Mai auf

Wir rufen zur Teilnahme an den verschiedentlichen Aktivitäten zum 1. Mai, dem Kampftag der Arbeiterklasse, auf. Wir sind eine Bewegung, also müssen wir uns auch bewegen: Beteiligt Euch und tragt die Forderungen und Vorstellungen des Internationalistischen Bündnisses auf die Straße!

Das Logo für die Beteiligung am 1. Mai (volle Auslösung durch Klick herunterladen)

Wir wollen einen kämpferischen, sichtbaren und unabhängigen 1. Mai! Dafür sind das unsere wichtigsten Losungen:

  • Der 1. Mai ist der traditionelle Kampftag der Arbeiterklasse. Wir kämpfen für unsere Interessen: Für die Gleichberechtigung aller Menschen!
  • Gemeinsam kämpfen: Lohnarbeiter/innen, Leiharbeiter/innen und Arbeitssuchende sind alle Opfer der gleichen Ausbeutung! Weg mit Hartz IV! Für einen gerechten Lohn! Für die Anerkennung der Lebensleistung von Frauen!
  • Keine Ausgrenzung von Menschen, die Hilfe am nötigsten brauchen: Aktive Solidarität mit Geflüchteten! Refugees Welcome!
  • Für den kurdischen Freiheitskampf und gegen die Kriminalisierung der kurdischen und türkischen Opposition in Deutschland! Keine Deals mit dem Erdogan-Regime in der Türkei, dessen Truppen jetzt den Kanton Kobané in Rojava/Nordsyrien angreifen!
  • Gegen die nationalistische Spaltung der Belegschaften und für die Einheit aller Arbeiter!
  • Gegen die Faschisierung des Staatsapparats in Deutschland und für die Verteidigung der Rechte und Freiheiten! Wir wollen nicht weniger, wir wollen MEHR!

 

Hier die einfache Version des Logos für die Beteiligung am 1. Mai (ohne Zusatz) zum Download:

Abschlussresolution der 1. Arbeiterkonferenz der Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses

Resolution 1. Arbeiterkonferenz der Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses am 21. April 2018

1. Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten. Der Kapitalismus/ Imperialismus verschärft die Zerstörung der Umwelt und führt auf dem Rücken der arbeitenden Menschen Kriege um Macht- und Einflussgebiete. Regierungen rücken mit ihrem Staatsapparat im Interesse der Monopole nach rechts und kriminalisieren Revolutionäre und Klassenkämpfer. Im Kampf um Weltmarktführerschaft gibt es unter den Monopolen einen scharfen Konkurrenzkampf. Fusionen, Umstrukturierungen, Verlagerungen, Flexibilisierung der Arbeitszeit, Werksschließungen, Verschärfung der Ausbeutung – das ist mittlerweile Alltag in vielen Betrieben. Oft geht es drunter und drüber! Was gestern noch sicher schien, ist es heute nicht mehr. Geht es nach der Profitmaximierung der Mächtigen der Welt, hinterlassen sie unserer Jugend verbrannte Erde.

Wir sind entschlossen: Die völkervereinigende Arbeiterschaft wird einen drohenden Weltenbrand verhindern!

2. Wir haben uns heute versammelt mit 90 Arbeitern und Angestellten aus über 25 Betrieben in ganz Deutschland. Wir sind Mitglieder der IGM, bei ver.di, der IG BAU oder anderen DGB-Gewerkschaften. Viele von uns sind auch Mitglieder in politischen Organisationen und Parteien wie der ATIF, der MLPD, dem Solidaritätskomitee mit der Arbeiterbewegung im Iran/ Sektion Hannover oder dem Jugendverband REBELL. Wir sind Industriearbeiter, Angestellte, Handwerker, Reinigungsangestellte, arbeiten bei Weltkonzernen, Subunternehmen und Leiharbeitsfirmen, sind Frauen und Männer, Junge und Alte, Arbeiter deutscher, türkischer, iranischer, kurdischer Herkunft, kommen aus Ost- und Westdeutschland. Besonders gefreut hat uns, dass wir eine Delegation von –kämpferischen Arbeiterinnen einer Schuhfabrik aus Tusla/ Bosnien begrüßen durften, die seit 16 Monaten ihre Fabrik besetzen und dabei auch körperlicher Gewalt und Repression nicht weichen.

Wir haben festgestellt: Wir haben alle die gleichen Belange, wir sprechen dieselbe Sprache.

3. In den Betrieben wächst die Kampfbereitschaft und das Arbeiter-Selbstbewusstsein. Von den bürgerlichen Medien unbeachtet tun sich Arbeiter in vielen Monopolbetrieben zusammen, initiieren Unterschriftensammlungen, Pausenversammlungen, kämpferische Wegezeiten, treten selbstbewusst auf Betriebsversammlungen den Managern entgegen. 1,5 Millionen Arbeiter und Angestellte beteiligten sich dieses Jahr an gewerkschaftlichen Streiks, darunter viele Junge. Wir haben auf unserer Konferenz festgestellt, dass in vielen Beiträgen die soziale Frage der Arbeit und der Gesellschaft wie z.B. Leiharbeit, Armut trotz Arbeit, Flexibilisierung der Arbeitszeit, Werksverträge, Hartz IV-Gesetze, Rentenkürzung, Arbeitsdruck thematisiert wurde. Diese und ähnliche Themen sollten in unserem zukünftigen Engagement der kämpferischen Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit viel mehr berücksichtigt und thematisiert werden. Wir denken nicht nur über betriebliche Fragen nach. Jeder weltpolitische Konflikt spiegelt sich heute in unseren Betrieben wider. Alle Präsidenten, Kanzler und Weltkonzerne versuchen derzeit, die Arbeiter ihrer Nationalität auf ihre Seite zu ziehen, sie säen Spaltung, Chauvinismus, Nationalismus, Rassismus und Antikommunismus. Diese Fragen werden heiß und auch kontrovers diskutiert an den Fließbändern und Pausenplätzen. Wir als Arbeiterplattform leisten tagtägliche Überzeugungsarbeit für die internationale Solidarität und helfen, dass die Arbeiter mit nationalistischen Einflüssen fertig werden. Unsere Identität ist Arbeiter! Wir bekämpfen aktiv die rechten Versuche, mit Betriebsratslisten in den Betrieben Fuß zu fassen und unsere Einheitsgewerkschaft anzugreifen. Keinen Fußbreit den Faschisten. Zunehmend gehen die Monopole politisch gegen kämpferische Arbeiter, besonders Vertreter der Arbeiterplattform, vor und diffamieren sie gar als „Terroristen“ oder verklagen sie wegen „Loyalitätsbruch“. Loyal zu Profitgier? Nicht mit uns.

Unsere volle Loyalität gilt den Arbeitern, der Jugend, den Unterdrückten und Revolutionären dieser Welt!

4. Der Kapitalismus tritt die Würde der Arbeiter mit Füßen. Wir haben erleben, wie in der letzten Zeit selbst elementare moralische Gepflogenheiten über Bord geworfen werden. So werden Kollegen für ein langes Arbeitsleben von den Vorgesetzten oft mit einem feuchten Händedruck in die Rente verabschiedet. Sie wollen uns mit Pizza1 oder PDF-Urkunden2 abfertigen. Über Generationen Ausbeutung der Arbeiter im Kapitalismus – wir sagen: Das kann es nicht gewesen sein. Wir können hart arbeiten, wir werden auch hart kämpfen können. Wir sind uns unserer Rolle bewusst: Wir sind die Totengräber des Kapitalismus! Wir werden solange streiten, bis es eine Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung geben wird, in der die Menschen in Würde und Solidarität leben und arbeiten werden. Dann werden die Mächtigen von heute die längste Zeit mächtig gewesen sein.

5. Wir bauen die Arbeiterplattform im Internationalistischen Bündnis als Massenbewegung auf! Dafür leisten wir tägliche Überzeugungsarbeit. Wir kämpfen entschlossen und einheitlich wie die Bären3 mit tausenden kämpferischen Herzen und Köpfen und gehen dem Übel an die Wurzel. Wir sind keine Konkurrenz zu Gewerkschaften, Migrantenorganisationen oder Arbeiterparteien, sondern wir verstehen uns als Plattform, die die Arbeit klassenkämpferischer, revolutionärer, antifaschistischer, internationalistischer und ökologischer Kräfte in den Betrieben koordiniert.

Wir tun uns betrieblich oder auch stadtweit zusammen und kämpfen, wo gekämpft werden muss. Wir werden nun breit Unterstützer im Betrieb gewinnen mit den Unterschriftenlisten des Internationalistischen Bündnis, die wir als Arbeiterplattform konkretisieren werden. Wir wenden uns dabei besonders an die Arbeiterjugend, übernehmen besondere Verantwortung für ihre Belange, stellen uns schützend vor sie und gewinnen sie als neue Kämpfer in der Arbeiterbewegung. Wir kämpfen gemeinsam mit Umweltkämpfern, der rebellischen Jugend, kämpferischen Frauenbewegung, Revolutionären, der Friedensbewegung. Kommen sie zusammen und lernen wir voneinander, werden wir eine gesellschaftsverändernde Kraft.

1 Aus mehreren Betrieben kamen Berichte, dass für hohe Produktionsleistungen Abteilungsleiter eine Runde Pizza an die Arbeiter ausgeben…

2 In mehreren Betrieben gibt es für Jubiläen zur Betriebszugehörigkeit keine Geschenke oder Urlaubstage mehr, sondern nur noch eine Urkunde. Die Polemik eines Kollegen auf einer Betriebsversammlung war: „Bald kriegen wir die Urkunde wahrscheinlich als PDF zum selbst ausdrucken geschickt!“

3 Slogan der IG-Metaller bei Siemens in Berlin („Wir kämpfen wie die Bären“)

Resolutionen und Solierklärungen der 1. Arbeiterkonferenz der Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses

Die 1. Arbeiterkonferenz der Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses wurde ein voller Erfolg. Es wurde deutlich was in den Betrieben von Seiten der Belegschaften getan wird um die unterschiedlichsten Angriffe auf die Belegschaften, egal in welcher Branche, gemeinsam offensiv zurückzuschlagen und um das Bewusstsein als Klasse über Ländergrenzen hinaus zu stärken und sich zu organisieren.

Wir haben eine gemeinsame Abschlussresolution erstellt und die hier folgenden Soli-Erklärungen und Resolution verabschiedet:


Solidaritätserklärung der Konferenz der kämpferischen Arbeiter im Internationalistischen Bündnis mit Christian Kowoll

Sofortige Beschäftigung von Christian Kowoll durch Opel!
Christian Kowoll hat jahrelang zusammen mit seinen Kollegen gegen die Schließung von Opel Bochum gekämpft. Dabei hat er auch eine vorbildliche Gewerkschaftsarbeit gemacht. Weil er sich als Arbeiter seine Rechte nicht abkaufen ließ, verweigerte er nach der Schließung einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben und er erhielt zwei Änderungskündigungen. Gegen beide Kündigungen hat Christian mit Erfolg geklagt und ist bis heute Bochumer Opelaner, wird aber von Opel nicht beschäftigt. Dieser große Erfolg ist das Ergebnis davon, dass Christian sich niemals klein kriegen ließ und die ganze Solidarität seinrer Kollegen hat. Aks Christian vorläufig nach Rüsselsheim ging, um dort zu arbeiten, erhielt er dort im Januar die dritte Kündigung durch Opel. Es ist ein Skandal, dass der Betriebsrat seiner Einstellung widersprach und seine Entlassung forderte, weil Christian angeblich in der MLPD sei und die Kollegen zum Kampf auffordere.
Seit wann ist die vermutete Mitgliedschaft in einer linbken Arbeiterpartei Grund für Betriebsräte die Entlassung kämpferischer Arbeiter zu fordern?
Was soll daran falsch sein, die Kollegen zum Kampf aufzufordern in einer Situation, in der die ganze Konzernbelegschaft herausgefordert ist durch die Angriffe des PSA/Opel-Vorstands? Für die sofortige Beschäftigung von Christian in Bochum oder Rüsselsheim!

Einstimmig verabschiedet von den ca 90 Teilnehmern am 21.4.2018 in Hildesheim


Solidaritätserklärung der Konferenz der kämpferischen Arbeiter im Internationalistischen Bündnis gegen die Verhaftung von Adil Demirci in der Türkei

Adil Demirci wurde letzte Woche in der Türkei verhaftet. Er arbeitete als Sozialarbeiter in einer Hilfsorganisation in Remscheid, der Flüchtlinge betreut. Zugleich kämpfte er im AGIF für die Gleichberechtigung der MigrantInnen. Er vertrat im November 2017 beim 2. Bundeskongress des Internationalen Bündnissen die AGIF.

Er ist Journanlist, der regelmäßig der Nachrichtenagentur ETHA über Europa berichtete.

Adil Demirci ist einer von 300 verhafteten Journalisten, die unter schwersten Bedingungen inhaftiert sind.

Wir verurteilen als Internationalistisches Bündniss – Arbeiterplattform die Inhaftierung von Adil Demirci und verlangen seine sofortige Freilassung und sprechen ihm unsere volle Solidarität aus!

Einstimmig verabschiedet bei einer Enthaltung am 21.4.2018 in Hildesheim


Solidaritätserklärung der Konferenz der kämpferischen Arbeiter im Internationalistischen Bündnis für die kämpfenden Arbeiterinnen und Arbeiter der Schuhfabrik „Fortuna“ in Bosnien

Das Treffen der Arbeiterplattform im Internationalistischen Bündnis erklärt seine Solidarität mit dem Kampf der ArbeiterInnen der Schuhfabrik „Fortuna“ in Bosnien und Herzegowina. Mit dem Kampf für ihre Arbeitsrechte und dem Kampf gegen das System. Dem Treffen war es eine Ehre, die Arbeiterinnen auf dem Treffen begrüßen zu dürfen.

Einstimmig verabschiedet am 21.4.2018 in Hildesheim


Solidaritätserklärung der Konferenz der kämpferischen Arbeiter im Internationalistischen Bündnis mit NUMSA zum Kampf für das Streikrecht in Südafrika

Wir haben von eurem Kampf gegen das neue Arbeitsgesetz erfahren und sind solidarisch mit eurem Kampf.
Wir unterstützen euren Standpunkt: „Der Staat will einen Pool billiger Arbeitskräfte schaffen, der das Streikrecht nicht als Instrument nutzen kann, um bessere Arbeitsbedingungen auszuhandeln. Sie wollen den Arbeitern die Macht wegnehmen, zu entscheiden, wann sie streiken und wann sie einen Streik beenden. Das ist ein Angriff auf die Arbeiterklasse und die Familien, weil sie die hart erkämpften Rechte reduzieren, für die die ArbeiterInnen unter der Apartheid kämpften und starben. Eine der größten Bedrohungen für die Arbeiterklasse ist der Vorschlag, das Streikrecht einzuschränken.“
Das Streikrecht ist ein elementares Recht für die Arbeiter, aber in vielen Ländern greifen die Kapitalisten und ihr Staat dieses Streikrecht an. Auch in Deutschland haben wir nur ein eingeschränktes Streikrecht, das sich auf Streiks in Tarifrunden beschränkt, z.B. sind Solidaritätsstreiks oder Streiks für politische Forderungen nicht erlaubt. Deshalb ist euer Kampf auch unser Kampf. Wir werden euren Kampf in Deutschland über die Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnis bekannt machen.

Einstimmig verabschiedet bei einer Enthaltung am 21.4.2018 in Hildesheim

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