„Wie weiter im Kampf gegen die Rechtsentwicklung der neuen Regierung“

Der Countdown läuft … nur noch 3 Tage bis zur spannenden

Podiums- und Diskussionsveranstaltung

Wie weiter im Kampf gegen die Rechtsentwicklung der neuen Regierung“

Kommt und mobilisiert noch tatkräftig zur Veranstaltung des Internationalistischen Bündnisses am Samstag 23.6.2018 von 16 Uhr bis 19 Uhr im Kultursaal der Horster Mitte, Schmalhorststr. 1c in Gelsenkirchen, Eintritt: 4/2 Euro.

Einlass ist ab 15 Uhr, ihr habt die Gelegenheit, euch vor der Veranstaltung zu stärken, z.B. mit Leckereien vom kalten Buffet und vom Grill.

Für die Vorbereitung rufen wir alle auf:

Helft mit Essenspenden, das Internationale Mitbringbuffet zu einem kulinarischen Highligt zu machen. Es ist ein wichtiger Beitrag für das Gelingen der gesamten Veranstaltung und ihrer gemeinsamen Finanzierung. Bringt süße und deftige Beiträge zum „Finger Food“ – gerne auch vegetarische Gerichte. Wir bitten euch, eure Beiträge dazu möglichst um 15 Uhr abzugeben.

Beteiligt euch an den Aufgaben, zu denen wir die örtlichen Bündnisse in der Umgebung angeschrieben haben, und helft alle vor Ort tatkräftig mit anzupacken.

Bringt Freunde, Kollegen, Familie und Nachbarn mit, damit sie diese einmalige Gelegenheit nicht verpassen, mehr zu erfahren, mit zu diskutieren!

Und natürlich auch das Public Viewing gemeinsam zu genießen beim WM-Spiels Deutschland – Schweden. – WM-Fieber mit Freunden!

Bringt aus euren Orten Materialien, Plakate, Transparente mit, die die Breite der Arbeit aus allen Bereichen repräsentieren.

Wendet euch bei allen Fragen an uns, damit wir offene Fragen klären können, per e-Mail an: info@inter-buendnis.de

Bis zur Veranstaltung am Samstag und viel Erfolg bei der Vorbereitung,

solidarische Grüße

Ulja Serway

Gelsenkirchen, den 21.6.2018

für den geschäftsführenden Ausschuss der Koordinierungsgruppe des Internationalistischen Bündnisses

für die

zentrale Koordinierungsgruppe (zKOG)
Internationalistisches Bündnis
fortschrittlicher und revolutionärer Kräfte in Deutschland

Stärken wir den Kampf der demokratischen Kräfte bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen in der Türkei!

Wir dokumentieren eine aktuelle Mitteilung der Koordinierungsgruppe des Internationalistischen Bündnisses:

Die Herrschenden in der Türkei haben beschlossen, am 24. Juni 2018 vorgezogene Parlaments- und Präsidentenwahlen abzuhalten. Die Krise der Herrschenden vertieft sich in der Türkei. Auf einer Seite steht ein „Republikanisches Bündnis“, bestehend aus den faschistischen/islamistischen Parteien AKP/MHP/BBP. Auf der anderen Seite das Bündnis mit CHP, Yyi Parti und Saadet Partisi. Diese beiden reaktionären Bündnisse haben eines gemeinsam: faschistisch / reaktionär / nationalistisch „ein Land, eine Nation, eine Fahne, eine Religion und eine Sprache“.

In den 16 Jahren AKP-Regierung gab es die größten Angriffe auf die Arbeiterklasse. Alle anderen Nationalitäten und Minderheiten, vor allem die kurdische Minderheit, und Glaubensrichtungen wurden ignoriert. Kurdische Städte wurden, auch mit deutschen Panzern, zerstört. Noch nie gab es so viele Angriffe auf Frauen und Menschen aus dem LGBTI+ Spektrum.

Anfang diesen Jahres marschierte das türkische Militär mit dschihadistischen Banden in die kurdische Stadt Afrin in Syrien ein. Sie töteten dabei hunderte Frauen und Kinder. Das Bündnis aus CHP/Iyi Parti/Saadet Partisi unterstützte die Regierung bei diesem Aggressionskrieg.

Doch zunehmend wächst auch der Widerstand in der Türkei gegen das faschistische Erdogan-Regime. Am Tag des Newroz-Festes am 21. März demonstrierten Hundertausende in den kurdischen Städten in der Türkei. Auch in Istanbul und Izmir gingen Tausende trotz Verhaftungen auf die Straße. Trotz des Terrors demonstrierten am 1. Mai Hunderttausende in Istanbul. Demonstranten trugen Bilder inhaftierter HDP-Politiker/-innen und Plakate auf denen stand: „Demirtaş ist unter uns“. Tausende riefen „AKP und MHP werden fallen.“ Erdogan fällt in den Umfragen, liegt derzeit 42%. Das sind 10 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren.

Das faschistische Regime in der Türkei greift auch in europäischen Staaten linke/revolutionäre Kräfte und Personen an. Die deutsche Bundesregierung arbeitet dabei eng mit dem Erdogan-Regime zusammen: in den letzten Jahren wurden über 40 Mitglieder der ATIK, von Nav-Dem und der Anatolischen Föderation in Deutschland auf Grundlage des §129a/b verhaftet und angeklagt. Die Reaktionäre haben Angst vor dem Bündnis der deutschen linken/revolutionären Kräfte mit den Migrantenorganisationen. Aber diese Angriffe bringen uns (deutsche Revolutionäre/Linke und Migrantenorganisationen) näher zusammen! Das Internationalistische Bündnis ist das beste Beispiel dafür. Es besteht mittlerweile aus 21 Organisationen und 21.000 Einzelpersonen.

Eine Alternative zu den beiden reaktionären Bündnissen ist das linke Bündnis HDP (Demokratische Partei der Völker). Ein Bündnis, das für die Gleichberechtigung der Frauen steht. Ein Bündnis, das für Gleichbehandlung der Kurden, der Türken und aller Minderheiten steht, das für Gleichbehandlung von Sunniten, Schiiten, Christen, Juden und anderen Religionen steht. Es ist die fortschrittlichste Wahl, die in der Türkei auf dem Wahlschein steht.

Um die Opposition gegen die faschistische Regierung zu stärken und die Krise der Herrschenden in der Türkei zu vertiefen, rufen wir – das Internationalistische Bündnis-  alle Wahlberechtigten auf, die HDP und dessen Präsidentschaftskandidaten Selehattin Demirtas zu wählen!

Podiums- und Diskussionsveranstaltung „Wie weiter im Kampf gegen die Rechtsentwicklung der neuen Regierung“ des Internationalistischen Bündnis am 23. Juni mit Vertretern von Rote Hilfe, NAV-DEM und weiteren

Neue Polizeigesetze, Unterdrückung von kämpferischen ArbeiterInnen in Großkonzernen,
wachsende Aufrüstung und Kriegsvorbereitung, Verbotsdrohungen gegen das Rebellische Musikfestival, Rote Hilfe und andere, rassistische Diskriminierung von rebellischen Flüchtlingen in Ellwangen, Kontenkündigungen, antikommunistische
Prozesse gegen MigrantInnen in München, Kriminalisierung des kurdischen und palästinensischen Befreiungskampfs und seiner Symbole. Die neue Regierung vollzieht eine massive Rechtsentwicklung. Dagegen entwickelt sich ein breiter Widerstand! Die fortschrittlichen und revolutionären Gegenkräfte müssen sich noch besser und enger zusammenschließen.

Dazu diskutieren bisher auf dem Podium:

Ufuk Ali Guel/ATIK (Konföderation der ArbeiterInnen aus der Türkei in Europa),

Henning von Stolzenberg/ Mitglied im Bundesvorstand der Roten Hilfe,

Stefan Engel/Mitglied im ZK und Leiter des theoretischen Organs der MLPD,

Ayten Kaplan/Co-Vorstizende NAV-DEM (Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland),

Markus Stockert/Stahlarbeiter, Betriebsrat und IGM-Vertrauensmann bei thyssenkrupp steel,

Anna Vöhringer/Vorsitzende des Jugendverband REBELL.

Vertreter der Antikapitalistischen Aktion Bonn, u.a. aktiv im Widerstand und Bündnis gegen das neue Polizeigesetz NRW.

Eintritt: 4/2 Euro

Die Veranstaltung findet statt am Samstag 23.6.2018 von 16 Uhr bis 19 Uhr im Kultursaal der Horster Mitte, Schmalhorststr. 1c in Gelsenkirchen.

Anschließend gibt es die Möglichkeit zum Public Viewing des WM-Spiels Deutschland – Schweden.

Es gibt ein kaltes Mitbring-Buffet. Dafür werden Essenspenden gesucht. Bringt möglichst Fingerfood, Salate, Kuchen usw. mit.

Hier kann der Flyer zur Veranstaltung herunter geladen werden: Einlader_Inter_Buendnis_23.Juni18

Zum Ausdrucken auf DIN A4: Einlader_Inter_Buendnis_23.Juni18_2 Nutzen auf A4

Internationalistisches Bündnis unterstützt Aktionsbündnis: „Kein Rederecht für Çavuşoğlu am 29. Mai 2018 in Solingen!“

Die Koordinierungsgruppe des Internationalistischen Bündnisses hat folgenden Aufruf unterzeichnet und ruft zu den antifaschistischen Aktivitäten in Solingen anlässlich des 25. Jahrestages des faschistischen Brandanschlags auf.

Hier kann der Flyer runtergeladen werden für die Gedenkfeier für die Opfer des faschistischen Brandanschlags und Protestkundgebung gegen deren Missbrauch

am 29. Mai 2018 Solingen von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr Höher Straße/ Ecke Beethovenstraße

180524 Flyer zum 29. Mai

 

Die Erstunterstützer dieses Aufrufs und alle weiteren Unterzeichner fordern die Stadt Solingen, die Landesregierung NRW und die Bundesregierung anläßlich des 25. Jahrestag  des faschistischen Brandanschlags in Solingen auf:

Verhindern Sie den Missbrauch der antifaschistischen Gedenkfeier am 29. Mai 2018 durch den Vertreter einer faschistischen Regierung!

Mevlüt Çavuşoğlu ist Außenminister und prominenter Vertreter der inzwischen faschistischen Erdogan-Regierung. Sie regiert mit einem Ausnahmezustand diktatorisch über das Volk. Oppositionelle, kritische Journalisten, nationale Minderheiten wie die Kurden werden unter dem Vorwand des „Terrorismus“ verfolgt, entlassen, entrechtet, inhaftiert. Seit Januar wird ein völkerrechtswidriger aggressiver Krieg gegen Kurden in Nord-Syrien geführt. Mit den Wahlen im Juni will sich Erdogan seine erweiterten diktatorischen Vollmachten vorzeitig be-stätigen lassen. Der Auftritt von Çavuşoğlu am 29. Mai soll diese faschistische Politik medienwirksam verharmlosen – egal, was er sagt.

Die Opfer verpflichten: Gemeinsam gegen Rassismus und Faschismus!

Die Mehrheit der Solingerinnen und Solinger, alle aufrechten Demokraten und Antifaschisten sind empört über diesen geplanten Auftritt und lehnen ihn ab!
Die Gedenkfeier soll dem Gedenken an die Opfer dienen!
Wir wollen keine Spaltung zwischen Türken und Deutschen,
zwischen Türken und Kurden…!
Wir wollen kein riesen Polizeiaufgebot bei dieser Gedenkfeier!

Erstunterzeichner: Jörn Potthoff (Stadtrat für SOLINGEN AKTIV), Helmut Böhmler und Christoph Gärtner (MLPD Bergisch Land), Andreas Fischer (Solingen, Betriebsrat, IG-Metaller; für den Vorstand von SOLINGEN AKTIV), Jan Sühlo und Janis Fischer (für den  Jugendverband REBELL Bergisch Land), T. Frewer (Wuppertal), Niaz Ghaedi (Solingen), Herbert Irmer (Solingen), Tacheles e.V. (Wuppertal, Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein) Rodi  Sidar Kurt (Solingen), Kirsten Kuklick (Wuppertal, Frauenverband Courage), Regina Staller-Miska und Sabine Pfützenreuter (Wuppertal, für das „Internationalistische Bündnis), Fritz Ullmann (für den Vorstand des Linken Forums [LF]; Stadtverordneter für das LF im Stadtrat Radevormwald), Ernst Herbert (Sprecher Landesleitung MLPD NRW), Yazgülü Kahraman-Meister (Essen), Roland Meister (Essen, Rechtsanwalt), Jörn Potthoff (Stadtrat für SOLINGENGottfried Schweitzer (Sprecher des „Solidaritätskomitee Afrin Leverkusen“), Internationalistisches Bündnis, Bundesweite Montagsdemo, Jugendverband REBEL, ATIF (Föderation der ArbeiterInnen aus der Türkei)

Internationalistisches Bündnis gegen den Rechtsruck der Regierung wächst weiter!

Wir dokumentieren eine aktuelle Information der Koordinierungsgruppe des Internationalistischen Bündnisses zu neuen Trägern der Bewegung des Internationalistischen Bündnisses:

In den letzten Monaten haben sich neue Organisationen und Bewegungen dem Internationalistischen Bündnis angeschlossen. Damit wächst das Bündnis nicht nur quantitativ auf 20 Trägerorganisationen/bewegungen. Vor allem erweitern wir unseren Zusammenschluss um neue Seiten des Widerstands gegen den Rechtsruck der Regierung und der bürgerlichen Parteien. Bereits seit Dezember arbeitet die kämpferische Bergarbeiterinitiative „Kumpel für AUF“ mit. Sie steht für den konsequenten Kampf gegen die Vernichtung von tausenden hochwertigen Arbeits- und Ausbildungsplätzen und Liquidierung einer ganzen Branche mit der geplanten Stilllegung der letzten Steinkohlezechen Ende 2018. Mit der damit verbundenen Flutung der Zechen würde der Zugang zum wertvollen Rohstoff Kohle gekappt droht durch die Giftmülleinlagerung unter Tage eine regionale Umweltkatastrophe. Der Bündnis-Rat unterstützt die Unterschriftensammlung und kämpferische Proteste und wird weiter informieren.

Im März diesen Jahres kamen die Deutsch-philippinischen Freunde dazu. Ihr Anliegen ist insbesondere die Förderung der Völkerfreundschaft zwischen den deutschen und philippinischen Massen. In diesem Sinne organisieren sie den Erfahrungsaustausch und Zusammenarbeit mit der philippinischen Gewerkschafts-, Frauen-, Jugend- und Umweltbewegung und setzen sich für die Einhaltung und Verteidigung der Menschenrechte ein. Auch die philippinische Duterte-Regierung betreibt einen Rechtsruck, unterdrückt massiv und brutal fortschrittliche und revolutionäre Kräfte. In Deutschland leben bis zu 60.000 Menschen aus den Philippinen. Im Internationalistischen Bündnis arbeiten seit Beginn auch mehrere türkische und kurdische Migrantenorganisationen und iranische Kräfte mit. Wir arbeiten weiter daran, fortschrittliche Initiativen und Organisationen vieler migrantischer Bevölkerungsgruppen zu gewinnen.

Auch die Bundesweite Montagsdemobewegung hat auf ihrer diesjährigen Bundesdelegiertenkonferenz beschlossen, Träger des Internationalistischen Bündnisses zu werden. Mit ihren Montagsdemos in immer noch 70 Städten Deutschlands kämpft sie im Sinne des „Montags als Tag des Widerstands!“ seit fast 14 Jahren gegen die unsozialen Hartz-Gesetze, Spaltung in Arbeiter, Angestellte und Arbeitslose und für die Rettung der natürlichen Umwelt und für internationale Solidarität. In den letzten Monaten entwickelte sich bereits in der Praxis eine enge und fruchtbare Zusammenarbeit – in der Solidarität mit dem kurdischen Widerstand in Afrin gegen die faschistischen Angriffe der türkischen Armee und aktuelle im Kampf gegen die wachsende (Welt)-Kriegsgefahr.

Am 20. April hat das überparteiliche Personenwahlbündnis AUF Gelsenkirchen auf seiner jährlichen Mitgliederversammlung beschlossen, Trägerorganisation zu werden. Damit ist eine weitere lokale Organisation dazu gestoßen und wird der kommunalpolitische Aspekt unserer Arbeit gestärkt. AUF Gelsenkirchen ist derzeit insbesondere aktiv im Kampf um den Erhalt der städtischen Bäder!

Auch viele weitere Organisationen, Initiativen und Bewegungen beraten derzeit die Mitarbeit und Zusammenarbeit mit dem Internationalistischen Bündnis.

Im Juni findet eine große Podiums- und Diskussionsveranstaltung des Internationalistischen Bündnisses mit weiteren Kräften gegen den Rechtsruck der Regierung statt. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Internationalistisches Bündnis und Montagsdemo gemeinsam: Essen: Erfolgreicher Protest gegen den Rechtsruck der Regierung

Der Rechtsruck der Regierung hat viele Facetten – und so vielfältig waren Kundgebung und Demo in der Essener City am 16. April, zu der das Internationalistische Bündnis Essen/Mülheim unter dem Motto: „Gegen den Rechtsruck der Regierung. Wir sind viele! Solidarität statt Spaltung“ aufgerufen hatte.

Klar war die Montagsdemo aktiver Teil der Aktion und „Oma 79“, seit 2004 regelmäßig dabei, klagte die Armutspolitik der Regierung an. Ebenso ein Altenpfleger, der die menschenverachtende Behandlung der alten Menschen anprangerte und das in einem Rap zum Ausdruck brachte. Prägend war auch die Einheit von jung und alt, so warb der Jugendverband REBELL für das 3.Rebellische, antifaschistische Musikfestival an Pfingsten.

Breiten Raum nahm der Protest gegen die Ausweitung des Kriegs in Syrien durch den Angriff von USA, Frankreich und Großbritannien und den Überfall der faschistischen türkischen Regierung auf Efrîn mit Unterstützung der Bundesregierung ein. Ein türkischer Vertreter von Birkar und der Vorsitzende des kurdischen Vereins in Essen nahmen dazu Stellung. Letzterer hob die Bedeutung der Montagsdemo für den gemeinsamen Widerstand hervor. Teilnehmer der ICOR-Brigaden zogen den Bogen von ihrem Einsatz für den Aufbau eines Gesundheitszentrums in Kobanê/Syrien und dem Kampf für die Einheit der Arbeiter unterschiedlichster Herkunft in den Betrieben in Deutschland. Passend dazu trugen sie das mittlerweile sehr bekannte Lied „Kobanê, Kobanê“ vor, das kurzerhand in „Efrîne, Efrîne“ umgedichtet wurde. Gegen Einkesselung und Tränengaseinsatz bei einer Aktion in Düsseldorf gegen den Einmarsch in Efrîn protestierten betroffene Frauen. Auch die Montagsdemo Essen lässt sich nicht von der Polizei davon abhalten, sich mit dem Kampf in Palästina oder Rojava zu solidarisieren und ihre Themen selbst zu bestimmen.

Gabi Fechtner, MLPD-Vorsitzende, machte die ganze Dimension der Gefahr dieser Kriegsentwicklung deutlich und die Notwendigkeit des gemeinsamen aktiven Kampfes. Sie warb für die gesellschaftliche Perspektive des Sozialismus/Kommunismus, um der Kriegsgefahr den Boden zu entziehen. In einem Marsch durch die Essener Innenstadt wurde lautstark mit Sprechchören wie „Merkel finanziert, Erdogan bombardiert“ und der gemeinsam gerufenen kurdischen Parole „Bijî berxwedana Efrîn!“ – „Es lebe der Widerstand von Efrîn“ auf die Anliegen hingewiesen. Antifaschistisch positionierten sich Vertreterinnen des Frauenverbands Courage, sie sprachen AfD und Faschistinnen das Recht ab, sich als Frauenrechtlerinnen aufzuspielen. Bodo Urbat vom Kommunalwahlbündnis „Essen steht AUF“ nahm die rassistische Spaltung der AfD und des Essener Tafel-Vorstands auseinander. Ein Roma klagte die menschenunwürdige Abschiebepolitik an. Gemeinsam mit dem Vertreter des Internationalistischen Bündnisses trug er den „Montagsdemo-Rap“ vor.

So war die Aktion mit rund 200-250 Teilnehmern vielfältig, kämpferisch, internationalistisch, und kulturvoll. Sie zeigte damit die Kraft, die gegen den Rechtsruck in die Zukunft weist.

Verteidigt die Rechte und Freiheiten von Politischen Gefangenen – weltweit

Koordinierungsgruppe des Internationalistischen Bündnisses:

Das Internationalistische Bündnis ruft alle seine Trägerorganisationen, Kooperationspartner und progressiven Einzelpersonen dazu auf, am Jahrestag und Aktionstag der internationalen Politischen Gefangenen am 18. März die berechtigten Forderungen aller gefangenen Freiheitskämpfernach Würde, Menschenrecht, Lebensunversehrtheit, Gerechtigkeit und Meinungsfreiheit lautstark zu verteidigen bzw. diese gemeinsam und international zu erkämpfen!

In vielen Städten in Deutschland gibt es erfreulicherweise auch dieses Jahr Initiativen und bilden sich Strukturen, die sich mit den Belangen der Politischen Gefangenen solidarisch befassen und gegen staatspolitische Repressionen aller Art vielfältig protestieren werden.

Um dem wachsenden Rechtsruck, der sich mit der neuen Regierung weiter anbahnt und in den staatlichen Institutionen stattfindet und rechten Tendenzen unter Teilen der Gesellschaft kritisch und kraftvoll entgegen zu wirken, braucht es internationalistisches und gesamtgesellschaftliches Engagement und gemeinsame Mobilisierung.

Daher rufen wir am 18. März alle Menschen dazu auf, sich dem  imperialistischen Kapitalismus und allen seiner reaktionären Verbündeten entgegen zu stellen und trotzig für Frieden, Fortschritt, Gerechtigkeit, Gleichheit, Freiheit als auch für eine Welt ohne Ausbeutung und Repression die Straßen massenhaft zu füllen und diesen Kampf in die betrieblichen, schulischen, örtlichen und politischen  Auseinandersetzungen wirkungsvoll hineinzutragen.

Hände weg von Êfrin! Stopp die imperialistischen Aggressionen gegen Syrien!

Erklärung der Koordinierungsgruppe des Internationalistischen Bündnisses.

Die Koordinierungsgruppe des Internationalistischen Bündnisses ruft jeden friedliebenden Menschen auf, sich an den Solidaritätsdemonstrationen mit dem Widerstand der Massen in Êfrin/Rojava (Nordsyrien) zu beteiligen.

Wir fordern die neue Bundesregierung auf, sofort alle Rüstungsexporte und militärische Unterstützung der Türkei einzustellen. Zudem halten wir es für einen Skandal, dass die Symbole der kurdischen Freiheitskämpfer in Deutschland in immer größerem Maße verboten und kriminalisiert werden und in den letzten Tagen Razzien gegen kurdische Einrichtungen in verschiedenen Bundesländern stattfanden. Revolution ist kein Verbrechen!

Unser Protest richtet sich gegen jede imperialistische Aggression gegen Syrien. Wir fordern: Türkei raus aus Rojava! Alle Imperialististen raus aus Syrien!

Wir fördern und organisieren den gemeinsamen Kampf der deutschen, kurdischen, türkischen, arabischen, der palästinensischen und jüdischen Arbeiter und Massen für Frieden, Demokratie und Freiheit.

Wir protestieren entschieden gegen die Verbotspraxis deutscher Behörden, mit der in den letzten Wochen verschiedene Demonstrationen und Veranstaltungen der Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampfs verboten wurden. Hier wird offensichtlich den Forderungen der türkischen Regierung gefolgt, gegen die kurdische Bewegung stärker vorzugehen.

Die Koordinierungsgruppe begrüßt die Initiative der ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen), am kurdischen Neujahrsfest, dem Newroz-Tag, den 21. März, einen internationalen Aktionstag „Êfrin wird leben!“ durchzuführen. Viele Trägerorganisationen des Internationalistischen Bündnisses werden sich an diesen Aktivitäten beteiligen.

Kommt zu den Ostermärschen! Verstärken wir den Kampf um dem Weltfrieden!

Solidarität mit den Volksmassen im Iran!

Das regionale InterBündnistreffen im Bergischen Land hat eine Resolution zu den  Volkskämpfen im Iran verabschiedet. Sie schreiben:

„Das Treffen des Internationalistischen Bündnisses im Bergischen Land (Wuppertal, Remscheid, Solingen, Oberbergisches Land) am 4. Februar 2018 solidarisiert sich mit den mutigen Kämpfen breiter Volksmassen im Iran – insbesondere der Arbeiter, der Frauen und der Jugend – gegen das faschistische Mullah-Regime. Ihr Kampf unter den Bedingungen des offenen faschistischen Terrors verdient unseren größten Respekt!
Er ist Bestandteil der internationalen Kämpfe für Brot, Freiheit, Demokratie, Befreiung der Frau und für eine befreite Gesellschaft in Rojava/Syrien, Tunesien, Palästina und in vielen anderen Ländern der Welt.
Wir unterstützen die Solidaritätsbekundungen der Arbeiter und Angestellten iranischer Herkunft in Deutschland mit den Kämpfen im Iran. Zugleich prangern wir die deutsche Bundesregierung an, die im Auftrag deutscher Monopole mit dem Mullah-Regime profitable Geschäfte organisiert.“

Arbeiterplattform vom InterBündnis in Essen und Mühlheim

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

solidarische Grüße vom Internationalistischen Bündnis in Essen und Mülheim.

Die aufgestellten Forderungen sind mehr als berechtigt!

Heute wollen die Konzernbosse in Zusammenarbeit mit ihren Regierungen im Rahmen ihres Rechtsrucks international die Arbeitszeiten verlängern, Ruhezeiten verkürzen, immer mehr Arbeit am Samstag und Sonntag, ständige Verfügbarkeit…

Gleichzeitig zwingen sie immer mehr Kolleginnen und Kollegen in Leiharbeit und Billigjobs. Auch bei Euch in der Widia wurden in der letzten Zeit massiv Stammarbeitsplätze abgebaut und durch Leiharbeiter ersetzt. Trotzdem fehlt vorne und hinten Personal.

Dagegen entwickelt sich zunehmend Widerstand für die Festeinstellung von Leiharbeitern oder die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und Jungfacharbeitern. So gab es bei VW in Hannover massenhaft Proteste gegen die Entlassung von 200 Leiharbeitern „pünktlich“ vor Weihnachten; bei Ford in Köln oder Siemens in Krefeld wurden Unterschriftensammlungen gestartet…

Wir haben im Rahmen des Internationalistischen Bündnisses eine Arbeiter-Plattform gegründet, um uns gegenseitig über diese Kämpfe zu informieren, auszutauschen und zu stärken. Dafür gibt es auch in Essen und Mülheim genügend Gründe: Bei Siemens stehen tausende Stellen auf der Abschussliste, bei IPP Triel wurden gar über Nacht die Maschinen abtransportiert!

Bündeln wir unsere Kräfte und stärken bauen auch hier eine Arbeiterplattform im Internationalistischen Bündnis auf! Wir setzen uns für die Stärkung der Gewerkschaften als Kampforganisationen ein, anstatt aus Frust und Kritik am Co-Management einiger Gewerkschaftsführer auszutreten.

Das Internationalistische Bündnis vereint Arbeiter*innen in Ost und West, Migranten, Kleinbauern, rebellische Jugendliche, Powerfrauen, Umweltaktivisten und Revolutionäre.

Gemeinsam gegen den Rechtsruck der Regierung – ob im Betrieb oder Gesellschaft!

Wir wünschen Euch und uns noch viel Erfolg und Durchschlagskraft.

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