Die Diskussionsgrundlage für eine Agrarplattform steht

Die politisch-inhaltliche und auch ein guter Teil der praktischen Arbeit im InterBündnis wird in den Plattform organisiert – zum Beispiel in der Umweltplattform oder der Frauenplattform. Jetzt organisieren sich auch die Landwirte: Ein Beratungsentwurf für ein Flugblatt und Standpunktpapier wird hiermit veröffentlicht.

Schon im September will sich die Agrarplattform im Internationalistischen Bündnis gründen. Rückmeldungen zu dem Beratungsentwurf sollen jetzt weiter gesammelt werden.

Die Gründung der Agrarplattform soll bei einem Treffen der Initiatoren und Unterstützer der Agrarplattform am Freitag, den 14. September 2018 um 20 Uhr in Uedem / Niederrhein erfolgen. Der genaue Ort wird noch bekannt gegeben.

Hier kann man den Entwurf des Flugblatts der Agrarplattform lesen!

Du willst mitmachen? Schicke eine E-Mail an den Kontakt zur Vorbereitung und Mitarbeit in der Agrarplattform: wodiro@web.de

Serie: Warum Liste 26? Für die Interessen von Arbeitern und Bauern!

Internationalistische Liste / MLPD wählen, weil …

… Arbeiter und Bauern gemeinsam kämpfen müssen!

Vor allem die CDU stellt sich im Wahlkampf gern als Verteidigerin von „Bauerninteressen“ dar. Nur die hart arbeitenden Klein- und Mittelbauern – heute oft vom Ruin bedroht – haben sie nicht mehr auf der Rechnung. Zwischen Mai 2014 und November 2016 wurden in Deutschland 8.495 Milchviehbetriebe durch die Politik der EU und der Bundesregierung ruiniert.

2015 hat die EU die Milchquoten abgeschafft. Seit Wegfall der Quoten kann jeder Betrieb soviel Milch produzieren und verkaufen wie er will. Die Quoten boten in den letzten Jahren einen gewissen Schutz vor allem für kleine und mittlere Betriebe gegen einen ruinösen Preisverfall. Jetzt können Großagrarier, Großmolkereien und die Agrarindustrie selbst unbegrenzt Milch produzieren und den Weltmarkt bedienen. Molkereien wie ARLA, Campina und andere überschwemmen die Lebensmittelmärkte mit Dumping-Preisen.

Während bäuerliche Betriebe 40 bis 50 Cent je Liter bräuchten, um zu existieren, sank der Erzeugerpreis bis auf 20 Cent. Im Moment liegt er bei 30 Cent. Das ist für kleinere Höfe zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig. Die normale Milch im Supermarkt kostet in der Regel 60 bis 65 Cent. Dabei bekommen die Bauern 20 bis 35 Cent. Also liegen 30 bis 40 Cent zwischen Erzeuger- und Verbraucherpreis.

Diese imperialistische Agrarpolitik ruiniert die Höfe hier und kostet Millionen Kleinbauern wie in Westafrika die Existenz, wohin Billig-Magermilchpulver aus EU-Überschüssen exportiert wird. Auf vielen Höfen wächst die Sorge um das Überleben. Wer dafür ist, dass die Erzeugerpreise rauf gehen und die Verbraucherpreise runter – auf Kosten der Agrar- und Handelsmonopole – der muss am 14. Mai seine Stimme der Liste 26 geben!

Die Internationalistische Liste / MLPD ist die einzige zur Landtagswahl kandidierende Kraft, die ein eigenes Wahlplakat mit dieser Forderung hat. Auf ihrer Landesliste in Brandenburg kandidiert auch ein Milchbauer zur Bundestagswahl – Arnold Blum aus Glövzin. Vor allem unterstützt das Internationalistische Bündnis den Kampf der Klein- und Mittelbauern für ihre berechtigten Forderungen und fördert ihren Zusammenschluss mit der Arbeiterbewegung.