Auf die Straße Für Rojava!

Heute hat das türkische Militär des faschistischen Erdogan-Regimes mit Luftangriffen auf Rojava/Nordsyrien begonnen. Das Internationalistische Bündnis fordert den sofortigen Stopp der Angriffe des faschistischen Erdogan-Regimes auf Rojava/Nordsyrien und jeglicher imperialistischer Einmischung in der Region!


Bestärkt fühlt sich Erdogan in seinen Angriffen durch den begonnenen Abzug der amerikanischen Streitkräfte durch US-Präsident Trump aus Nord- und Ostsyrien.
Wir treten ebenso entschieden ein gegen die gefährliche Kungelei der deutschen Bundesregierung mit dem Erdogan-Regime. Innenminister Horst Seehofer war vor wenigen Tagen in der Türkei und hat dort sein enges Verhältnis zum Faschisten Erdogan demonstriert. Kaum vorzustellen, dass dabei nicht auch Verhandlungen oder Information zu dem jetzt begonnenen Angriffen stattgefunden haben.
Die völkerrechtswidrigen Angriffe des türkischen Militärs unter Befehl Erdogans zielen darauf, die erfolgreiche demokratische Selbstverwaltung in der nordsyrischen Region Rojava zu liquidieren.

Dazu will Erdogan einen 480 Kilometer langen und 30 Kilometer breiten Korridor besetzen, in dem die sieben wichtigsten Städte Rojavas liegen, unter anderem Kobane. In Kobane haben 2015 internationale Brigaden der ICOR (Internationale Koordinierung revolutionärer Parteien und Organisationen) ein Gesundheitszentrum aufgebaut, in dem schon über 4000 Babys geboren wurden. Unter den Brigadistinnen und Brigadisten waren viele Mitstreiter aus dem Internationalistischen Bündnis.
Die Koordinierungsgruppe erklärt der kurdischen Befreiungsbewegung ihre volle Solidarität und ruft alle Mitstreiter und Trägerorganisationen des Internationalistischen Bündnisses, seine Plattformen und die örtlichen Bündnisse, alle demokratischen, antifaschistischen, internationalistischen Menschen auf, sich an Protesten aktiv zu beteiligen und sie zu organisieren.

Eins können wir mit Gewissheit sagen, „unsere kurdischen Genossen haben schon oft scheinbar aussichtslose Situationen gedreht – durch ihre unermüdliche Kampfmoral, gestützt auf das ganze Volk und Schulter an Schulter mit der revolutionären Weltbewegung. Dieser Schulterschluss ist ihnen auch jetzt sicher!“ Lisa Gärtner aus der zentralen Koordinierungsgruppe des InterBündnis bringt mit diesem Satz die Sache auf den Punkt.

Kommt zu den örtlichen Protestaktionen, die am Donnerstag 10. Oktober 2019 um 18 Uhr – dem Tag X – in vielen Innenstädten Deutschlands stattfinden. Beteiligt euch an den Aktivitäten des weltweiten Aktionstags der kurdischen Bewegung am 12. Oktober!
Solidarität mit dem kurdischen Befreiungskampf! Hände weg von Rojava! Hoch die internationale Solidarität!

Erklärung der Koordinierungsgruppe des InterBündnis zur Hetze gegen Alassa M.

Das Internationalistische Bündnis (InterBündnis) verurteilt die menschenrechtsverletzende, mit Unwahrheiten gespickte Hetzkampagne der BILD-Zeitung gegen Alassa M. aus Kamerun, der durch seinen vorbildlichen, selbstlosen und mutigen Beitrag im Kampf um demokratische Rechte und Freiheiten der Geflüchteten in Deutschland bundesweit bekannt und Vorbild geworden ist.

Wir protestieren auch gegen die Diffamierung und Kriminalisierung seines Rechtsanwalts und des „Freundeskreises Alassa“. Letzterer hat sich u.a. mit der Online-Petition in der Bekanntmachung des brutalen, rechtswidrigen Polizeieinsatz in der LEA Ellwangen verdient gemacht. Die Verantwortlichen für diesen Einsatz in der Polizei und Landesregierung Baden-Württemberg müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

Eben ein solches Verhalten ist Teil der Rechtsentwicklung der Regierung, gegen die wir uns als Internationalistisches Bündnis richten. Diese Rechtsentwicklung zeigt sich auch im Staatsapparat mit seinen Institutionen und Sicherheitsorganen – die Entwicklung von verstärktem institutionalisierten Rassismus und Militarismus gerät bundesweit ins Visier. Wir sehen den Zusammenhang dieser Rechtsentwicklung in einer globalen imperialistischen Politik, die sich mit verschärfter Konkurrenz und dem Kampf um eine Vormachtstellung auf den Rohstoff- und Absatzmärkten und politischen Einflusssphären vollzieht, eine neue militaristische Welle weltweit begünstigt und Kriege anzettelt.

Nein, nicht Alassa und dass er sein Recht wahrgenommen hat, Asyl hier zu beantragen, tragen zu rassistischen Vorbehalten und Stimmungen gegen Geflüchtete bei, sondern solche medialen Hetzkampagnen und die reaktionäre Asylpolitik, die z.B. Geflüchtete – obwohl gerade in Baden-Württemberg tausende Ausbildungsplätze nicht besetzt sind, es (Fach)-Arbeitermangel gibt – nicht erlaubt, zu arbeiten und ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen.

Offensichtlich soll mit solchen Medienkampagnen die demokratische Flüchtlingsbewegung und Flüchtlingssolidarität, an der sich seit 2015 Millionen von Menschen in Deutschland beteiligen und die nicht abreißt, kriminalisiert und eingeschüchtert werden. Das werden wir nicht zulassen. Wir kritisieren die mediale Rechtsentwicklung, wie bei der Bildzeitung, als Teil einer gefährlichen bürgerlich-reaktionären Rechtsauffassung, die bürgerliche und demokratische Rechte und Freiheiten aushebelt und allmählich demontiert. Jeden demokratisch, antifaschistisch, antirassistisch und internationalistisch gesinnten Menschen, Initiativen, Organisationen und Parteien fordern wir auf, dagegen Stellung zu beziehen.

Lieber Alassa, lieber „Freundeskreis Alassa“, lieber Rechtsanwalt Roland Meister,

wir versichern euch unsere volle Solidarität! Wer einen von uns angreift, greift uns alle an!

Dem „Freundeskreis Alassa“ schlagen wir vor und laden ihn herzlich dazu ein, sich der Bewegung des Internationalistischen Bündnisses gegen die Rechtsentwicklung der Regierung und der bürgerlichen Parteien anzuschließen! Das würde den Wirkungskreis sicherlich weit über die bisherige Online-Petition erheblich erweitern und die Arbeit gegenseitig bereichern.

Für das Recht auf Flucht für alle Antifaschisten!

Rebellion gegen die rassistische Asylpolitik!

Hoch die internationale Solidarität!

i.A. Ulja Serway, Lisa Gärtner, Fritz Ullmann

 

Zum Weiterverbreiten: Hier die Erklärung der zKOG herunterladen!