Freundeskreis Alassa & Friends laden ein

An alle Geflüchteten in Deutschland, an alle ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer*innen, an alle Kämpfer*innen gegen die Fluchtursachen, für Demokratie und Freiheit, an alle Interessierte, an die demokratische Öffentlichkeit.

Es ist an der Zeit, diese ganze Arbeit mit allen Geflüchteten in Deutschland, ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer*innen, Kämp-fer*innen gegen die Fluchtursachen und für Demokratie und Freiheit, allen Interessierten mit der demokratische Öffentlichkeit zu diskutieren – sich auszutauschen und damit die selbst organisierte, fortschrittliche Flüchtlingsbewegung und ihren Schulterschluss mit demokratischen und revolutionären Kräften zu stärken, weiter voranzubringen, besser zu organisieren. Beim 1. flüchtlingspolitischen Kongress kann dazu jeder seine Meinung und Betroffenheit zur Asylbehandlung in Europa und insbesondere in Deutschland und seine Vorschläge zur Veränderung einbringen. Dazu sind alle herzlich eingeladen, außer natürlich Faschist*innen und religiöse Fundamentalist*innen. Kommen Sie/ Kommt in großer Zahl und laden Sie/ ladet Ihre/ Eure Familie und Freunde zur Teilnahme ein

Wie kann man den flüchtlingspolitischen Kongress unterstützen:

– aktive Beteiligung, – Logistik, – Übersetzung,- Technik,- finanzielle Mittel,- Essen, Getränke,- aktive Beiträge für die Diskussion,- Kultur, usw.

Bitte bis spätestens 27.11. die Teilnahme anmelden, damit wir ausreichend Essen organisieren können. Teilt uns auch mit ob ihr eine Übersetzung braucht und in welcher Sprache. Wir versuchen das zu organisieren.

Anmeldung bei freundeskreis-alassa@gmx.de

Programmablauf des 1. Flüchtlingspolitschenkongress:

11.00 Uhr Begrüßung
Einführung 11.15 Uhr
Impulsreferat 1: "Über die Flüchtlingspolitik der EU und der BRD“ (Referent: Roland Meister)
11.45 Uhr Diskussion
12.45 Uhr Mittagspause
13.15 Uhr Impulsreferat 2: „Weltweite Fluchtursachen und Gegenstrategien“ (Referent: Emil / Togo en lutte)
13.45 Uhr Diskussion
14.45 Uhr Pause
15.00 Uhr Impulsreferat 3: „Die Lage der Geflüchteten und Proteste dagegen“ (Referent: Alassa Mfouapon)
15.30 Uhr Diskussion
17.00 Uhr Pause
17.15 Uhr Impulsreferat 4: „Handlungsperspektiven“ (Referent: Sprecherin des Freundeskreis Alassa & friends)
17.45 Uhr Diskussion verbunden mit Beschlussfassung über die weitere Arbeit.

Ich heiße Alassa Mfouapon

Bekannt wurden meine Freunde und ich mit unserem Protest gegen den gewalttätigen Polizeiüberfall auf die Landeserstaufnahmestelle in Ellwangen am 3. Mai 2018. Das Motto unseres Proteste war: „Viel wurde über uns geredet – jetzt reden wir! Wir sind Flüchtlinge – keine Kriminellen!“. Kurz danach wurde ich aus politischen Gründen nach Italien abgeschoben. Der „Freundeskreis Alassa“ kämpfte für meine Rückkehr. Seither hat er etliche politische und juristische Erfolge erzielt gegen die reaktionäre Flüchtlingspolitik der Regie-rung und die rassistische Hetze der AfD.Der Kongress ist mir wichtig, um alle Aktivisten dieses Kampfes an einen Tisch zusammenzubringen und unsere Erfahrungen auszutauschen. Wir möch-ten den Flüchtlingen auch sagen, dass es Zeit brauchte, bis wir unsere Verant-wortung wahrgenommen haben uns dem Kampf für Befreiung zu verschreiben. Die Unterstützer der Flüchtlinge aus sämtlichen fortschrittlichen Bewegungen sind ebenso eingeladen, weil sie immer an der Seite der Flüchtlinge kämpften, und wir erlebt haben, dass wir durch die Kombination dieser Kräfte gewinnen werden.

Roland Meister, juristischer Berater des Freundeskreis Alassa & Friends

Ich bin seit 1980 als Anwalt in politischen Verfahren gegen progressive und revolutionäre Menschen und Orga-nisationen sowieim Asyl- und Migrationsrecht. Wegen meiner revo-lutionären Einstellung hatte ich in Bayern Berufs- und Promotionsverbot. Ich trete entschieden ein gegen die reaktionäre Flüchtlings- und Migrationspolitik der Bundesregierung und der EU und gegen rassistische und faschistische Hetze und beteilige mich aktiv am Kampf gegen die Rechtsentwicklung der Regierung auf juristischer und politischer Ebene. Seit Längerem vertrete ich Alassa Mfouapon sowie viele andere Migrantinnen und Migranten, Flüchtlinge und Asylsuchende. Ich beteilige mich am flüchtlings-politischen Kongress aktiv, da er die internationalen Solidarität weiter stärkt und insbesondere die Selbstorganisation der Flüchtlinge und ihrer Aktivist*innen fördert.

Ulrike Held, Trauma Therapeutin, Tübingen.

Als Trauma Therapeutin unterstütze ich unbedingt diesen Kongress. Ich habe schon mit vielen Flüchtlingen gearbeitet, u.a. in speziellen Projekten für Ezidinnen, die vom IS verschleppt, verkauft, miss-handelt wurden.Der Zusammenschluss, der sowohl einen Austausch der schlimmen Erfahrungen und des Umgangs damit beinhaltet, als auch die Perspektive, wie gemeinsam gegen die gesellschaftlichen Ursachen vorgegangen werden kann, kann die Verarbeitung des Traumas und die Gesundung sehr unterstützen.

Statement einer Flüchtlingsfrau aus Kamerun, betroffen von Dublin II

Wenn Flüchtlinge hier ankommen, dann sind sie so machtlos wie ein einzelner Arbeiter, der einem mächtigen Boss gegenübersteht. Nur organisiert können Flüchtlinge ihre Stimme erheben um für sich zu sprechen. Viele, die den Freun-deskreis Alassa & Friends kennengelernt haben, sagen: „Der Freundeskreis gibt uns Mut.“ Es ist wichtig, dass im Freundeskreis Menschen mit verschiede-nen Weltanschauungen zusammenkommen – die Vielfalt macht uns stärker.