Resolutionen und Solierklärungen der 1. Arbeiterkonferenz der Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses

Die 1. Arbeiterkonferenz der Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnisses wurde ein voller Erfolg. Es wurde deutlich was in den Betrieben von Seiten der Belegschaften getan wird um die unterschiedlichsten Angriffe auf die Belegschaften, egal in welcher Branche, gemeinsam offensiv zurückzuschlagen und um das Bewusstsein als Klasse über Ländergrenzen hinaus zu stärken und sich zu organisieren.

Wir haben eine gemeinsame Abschlussresolution erstellt und die hier folgenden Soli-Erklärungen und Resolution verabschiedet:


Solidaritätserklärung der Konferenz der kämpferischen Arbeiter im Internationalistischen Bündnis mit Christian Kowoll

Sofortige Beschäftigung von Christian Kowoll durch Opel!
Christian Kowoll hat jahrelang zusammen mit seinen Kollegen gegen die Schließung von Opel Bochum gekämpft. Dabei hat er auch eine vorbildliche Gewerkschaftsarbeit gemacht. Weil er sich als Arbeiter seine Rechte nicht abkaufen ließ, verweigerte er nach der Schließung einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben und er erhielt zwei Änderungskündigungen. Gegen beide Kündigungen hat Christian mit Erfolg geklagt und ist bis heute Bochumer Opelaner, wird aber von Opel nicht beschäftigt. Dieser große Erfolg ist das Ergebnis davon, dass Christian sich niemals klein kriegen ließ und die ganze Solidarität seinrer Kollegen hat. Aks Christian vorläufig nach Rüsselsheim ging, um dort zu arbeiten, erhielt er dort im Januar die dritte Kündigung durch Opel. Es ist ein Skandal, dass der Betriebsrat seiner Einstellung widersprach und seine Entlassung forderte, weil Christian angeblich in der MLPD sei und die Kollegen zum Kampf auffordere.
Seit wann ist die vermutete Mitgliedschaft in einer linbken Arbeiterpartei Grund für Betriebsräte die Entlassung kämpferischer Arbeiter zu fordern?
Was soll daran falsch sein, die Kollegen zum Kampf aufzufordern in einer Situation, in der die ganze Konzernbelegschaft herausgefordert ist durch die Angriffe des PSA/Opel-Vorstands? Für die sofortige Beschäftigung von Christian in Bochum oder Rüsselsheim!

Einstimmig verabschiedet von den ca 90 Teilnehmern am 21.4.2018 in Hildesheim


Solidaritätserklärung der Konferenz der kämpferischen Arbeiter im Internationalistischen Bündnis gegen die Verhaftung von Adil Demirci in der Türkei

Adil Demirci wurde letzte Woche in der Türkei verhaftet. Er arbeitete als Sozialarbeiter in einer Hilfsorganisation in Remscheid, der Flüchtlinge betreut. Zugleich kämpfte er im AGIF für die Gleichberechtigung der MigrantInnen. Er vertrat im November 2017 beim 2. Bundeskongress des Internationalen Bündnissen die AGIF.

Er ist Journanlist, der regelmäßig der Nachrichtenagentur ETHA über Europa berichtete.

Adil Demirci ist einer von 300 verhafteten Journalisten, die unter schwersten Bedingungen inhaftiert sind.

Wir verurteilen als Internationalistisches Bündniss – Arbeiterplattform die Inhaftierung von Adil Demirci und verlangen seine sofortige Freilassung und sprechen ihm unsere volle Solidarität aus!

Einstimmig verabschiedet bei einer Enthaltung am 21.4.2018 in Hildesheim


Solidaritätserklärung der Konferenz der kämpferischen Arbeiter im Internationalistischen Bündnis für die kämpfenden Arbeiterinnen und Arbeiter der Schuhfabrik „Fortuna“ in Bosnien

Das Treffen der Arbeiterplattform im Internationalistischen Bündnis erklärt seine Solidarität mit dem Kampf der ArbeiterInnen der Schuhfabrik „Fortuna“ in Bosnien und Herzegowina. Mit dem Kampf für ihre Arbeitsrechte und dem Kampf gegen das System. Dem Treffen war es eine Ehre, die Arbeiterinnen auf dem Treffen begrüßen zu dürfen.

Einstimmig verabschiedet am 21.4.2018 in Hildesheim


Solidaritätserklärung der Konferenz der kämpferischen Arbeiter im Internationalistischen Bündnis mit NUMSA zum Kampf für das Streikrecht in Südafrika

Wir haben von eurem Kampf gegen das neue Arbeitsgesetz erfahren und sind solidarisch mit eurem Kampf.
Wir unterstützen euren Standpunkt: „Der Staat will einen Pool billiger Arbeitskräfte schaffen, der das Streikrecht nicht als Instrument nutzen kann, um bessere Arbeitsbedingungen auszuhandeln. Sie wollen den Arbeitern die Macht wegnehmen, zu entscheiden, wann sie streiken und wann sie einen Streik beenden. Das ist ein Angriff auf die Arbeiterklasse und die Familien, weil sie die hart erkämpften Rechte reduzieren, für die die ArbeiterInnen unter der Apartheid kämpften und starben. Eine der größten Bedrohungen für die Arbeiterklasse ist der Vorschlag, das Streikrecht einzuschränken.“
Das Streikrecht ist ein elementares Recht für die Arbeiter, aber in vielen Ländern greifen die Kapitalisten und ihr Staat dieses Streikrecht an. Auch in Deutschland haben wir nur ein eingeschränktes Streikrecht, das sich auf Streiks in Tarifrunden beschränkt, z.B. sind Solidaritätsstreiks oder Streiks für politische Forderungen nicht erlaubt. Deshalb ist euer Kampf auch unser Kampf. Wir werden euren Kampf in Deutschland über die Arbeiterplattform des Internationalistischen Bündnis bekannt machen.

Einstimmig verabschiedet bei einer Enthaltung am 21.4.2018 in Hildesheim

Ablauf und Flyer zum Arbeiterkongress! (aktualisierter Flyer, 4.4.18)

Kommt zur Konferenz der kämpferischen Arbeit in Betrieben und Gewerkschaften“ am 21.04.2018 im Ezidischen Zentrum „Mala Ezidiya“ Cheruskerring 52 in 31137 Hildesheim.

  vorraussichtlicher Ablauf:

  • Einlass und offenes Buffet ab 12 Uhr
  • Kulturbeitrag
  • Beginn: 13 Uhr
  • Einleitung
  • Erfahrungsaustausch mit Redebeiträgen
  • Pause
  • Diskussion
  • Wahl einer Koordinierung die die Homepage weiter mit Erfahrungen bestückt
  • Abschlussresolution bzw. politische Erklärung
  • Kulturbeitrag
  • Ende 19 Uhr

Klicken und als PDF herunterladen (A5)

 

Seite 2 kann nun ebenfalls durch Klick heruntergeladen werden!

Bitte beachtet, dass die Farbprofile der hier veröffentlichten PDF-Dateien nach dem RGB-Standard und nicht dem von Druckereien benötigten CMYK-Standard erstellt wurden. Für den Heimdruck und die Verbreitung im Internet ist RGB geeigneter.

„Konferenz der kämpferischen Arbeiter in Betrieben und Gewerkschaften“ am 21.04.2018 in Hildesheim.

Die Arbeiterplattform im Internationalistischen Bündnis lädt herzlich dazu ein.

Dort sollen – die von den Arbeiterinnen und Arbeitern – in betrieblichen, gewerkschaftlichen als auch in gesellschaftlich-politischen Auseinandersetzungen selbst gesammelten Erfahrungen und Gedanken ausgetauscht und neue Ziele des weiteren internationalen Arbeitskampfes gemeinsam diskutiert und entwickelt werden.

Besonders die letzte Tarifrunde hat eindeutig gezeigt, wenn die Arbeiter sich vereinigen und für ihre Ziele organisiert zusammen kämpfen, wächst der Zusammenhalt, Stolz und Kampfbereitschaft. Es lassen sich dann auch solche künstlichen Spaltungen, z.B. unter Azubis, zwischen Leiharbeitern, Werksverträglern und Stammbelegschaften, zwischen Kollegen unterschiedlicher Nationalitäten leichter überwinden. Wir haben auch in der letzten Tarifrunde beobachtet, wie schnell die Kapitalistenverbände in solchen Fällen zittrig werden und möglichst wieder Ruhe in ihren Laden bringen wollen. Im Tarifkampf hätten wir mehr erreichen können, wenn unsere gewachsene Kampfbereitschaft für weitere erstreitbare Zugeständnisse voll genutzt worden wäre!

Wir kämpfen im InterBündnis weiterhin unter anderem für mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze mit der Forderung nach der 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich. Für die Zukunft der Jugend! Gegen Spaltung und Lohndumping: für gleiche tarifliche Bezahlung von Stamm- und Leiharbeitern, gegen die Diskriminierung von Frauen! Angleichung von Löhnen und Arbeitszeit von Ost an West! Gegen Umweltzerstörung, für regenerative Antriebstechnologien. Gegen jede imperialistische Aggression! Für das Recht auf Flucht auf antifaschistischer Grundlage! Kampf dem Rechtsruck der Regierung!

Kommt zur Konferenz der kämpferischen Arbeiter in Betrieben und Gewerkschaften“ am 21.04.2018 in Hannover. Werde Teil der Arbeiterplattform und bringe deine Erfahrungen und Gedanken als Arbeiter und Arbeiterin auf der Konferenz der kämpferischen Gewerkschaftsarbeit ein.

Arbeiterplattform vom InterBündnis in Essen und Mühlheim

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

solidarische Grüße vom Internationalistischen Bündnis in Essen und Mülheim.

Die aufgestellten Forderungen sind mehr als berechtigt!

Heute wollen die Konzernbosse in Zusammenarbeit mit ihren Regierungen im Rahmen ihres Rechtsrucks international die Arbeitszeiten verlängern, Ruhezeiten verkürzen, immer mehr Arbeit am Samstag und Sonntag, ständige Verfügbarkeit…

Gleichzeitig zwingen sie immer mehr Kolleginnen und Kollegen in Leiharbeit und Billigjobs. Auch bei Euch in der Widia wurden in der letzten Zeit massiv Stammarbeitsplätze abgebaut und durch Leiharbeiter ersetzt. Trotzdem fehlt vorne und hinten Personal.

Dagegen entwickelt sich zunehmend Widerstand für die Festeinstellung von Leiharbeitern oder die unbefristete Übernahme von Auszubildenden und Jungfacharbeitern. So gab es bei VW in Hannover massenhaft Proteste gegen die Entlassung von 200 Leiharbeitern „pünktlich“ vor Weihnachten; bei Ford in Köln oder Siemens in Krefeld wurden Unterschriftensammlungen gestartet…

Wir haben im Rahmen des Internationalistischen Bündnisses eine Arbeiter-Plattform gegründet, um uns gegenseitig über diese Kämpfe zu informieren, auszutauschen und zu stärken. Dafür gibt es auch in Essen und Mülheim genügend Gründe: Bei Siemens stehen tausende Stellen auf der Abschussliste, bei IPP Triel wurden gar über Nacht die Maschinen abtransportiert!

Bündeln wir unsere Kräfte und stärken bauen auch hier eine Arbeiterplattform im Internationalistischen Bündnis auf! Wir setzen uns für die Stärkung der Gewerkschaften als Kampforganisationen ein, anstatt aus Frust und Kritik am Co-Management einiger Gewerkschaftsführer auszutreten.

Das Internationalistische Bündnis vereint Arbeiter*innen in Ost und West, Migranten, Kleinbauern, rebellische Jugendliche, Powerfrauen, Umweltaktivisten und Revolutionäre.

Gemeinsam gegen den Rechtsruck der Regierung – ob im Betrieb oder Gesellschaft!

Wir wünschen Euch und uns noch viel Erfolg und Durchschlagskraft.

Arbeiterplattform: Buttons zur Tarifrunde erschienen

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Zum breiten Einsatz von Buttons und Aufkleber für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich, schicken wir euch diesen Brief….

(Die Bestellung bitte an info@iaar.de melden mit Lieferadresse, die Rechnung wird der Sendung beigelegt. Die Stickerserie wird herausgegeben von der Internationalen Automobilarbeiterkoordinierung)

Die Forderung und der Kampf für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich ist notwendiger denn je. Für die Arbeiterbewegung ist, seit ihren Anfängen, die Verkürzung der Arbeitszeit ein wesentliches Element, zusammen zu kämpfen, national und international. Heute wollen die Konzernbosse in Zusammenarbeit mit ihren Regierungen, international, im Rahmen ihres gesamten Rechtsrucks die Arbeitszeiten verlängern, Ruhezeiten verkürzen, immer mehr Arbeit am Samstag und Sonntag, Arbeit ohne Ende, ständige Verfügbarkeit. Gleichzeitig zwingen sie immer mehr Kolleginnen und Kollegen in Leiharbeit und Billigjobs..Die aktuellen Kämpfe von Leiharbeitern und Stammwerkern gemeinsam in Hannover sind da genau richtig.

Mit den Buttons und Aufklebern haben wir eine positive Antwort!

Der Kampf für die 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich steht:


  • in dieser Tarifrunde für die Kampfeinheit von Ost und West, gegen die Spaltung mit verschiedenen Tarifen und Arbeitszeiten. Ein offener Brief aus der Verwaltungsstelle Jena-Saalfeld sagt klar. „Wir sind keine Arbeiter zweiter Klasse“. Für einheitliche Tarifverträge in Ost und West.

 

  • für den gemeinsamen Kampf über Ländergrenzen, gegen Vernichtung von Arbeitsplätzen durch Verlagerung oder Fusionen

 

  • gegen die Folgen der sich anbahnenden Strukturkrise, im Zusammenhang mit der zu begrüßenden Umstellung auf E-Mobilität.

 

  • für den gemeinsamen Kampf gegen Leiharbeit, Befristungen

 

Diese 4 Argumente für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich sind in 4 Motiven von Buttons und Aufkleber symbolisch dargestellt. Mit dem Symbol der Sonnen wollen wir ausdrücklich an die gewerkschaftlichen Streiks der 1980er Jahre anknüpfen und für Gewerkschaften als Kampforganisation.

In der Gründungsresolution auf der 1. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz im Oktober 2015 in Sindelfingen hatten wir beschlossen: „Wir organisieren Aktivitäten für die Reduzierung der Arbeitszeit.“ Vor allem jetzt in der Tarifrunde ist die Gelegenheit eine Meinungsführerschaft zu erreichen. Deshalb fordert die bundesweite Delegiertenversammlung der Internationalen Automobilarbeiterkoordination vom 2. Dezember die Aktivisten an den Orten auf, die Serie von 4 Buttons und Aufkleber zur 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich massenhaft zu verbreiten.

Denn allein über Flyer, Reden auf Gewerkschafts- oder Betriebsversammlungen wird sich die Forderung nicht verankern, deshalb der Gedanke der Buttons und Aufkleber. Zu jedem Button wird eine „Postkarte“ beigefügt, die die Forderung kurz erklärt und die Internationale Automobilarbeiterkoordination. Gebt sie auch an eure internationalen Kontakte weiter, damit diese herausgefordert werden, sich daran zu beteiligen. Die Buttons mit Feststecknadel haben eine Durchmesser von 37 mm, die Aufkleber 95 mm.

Unser Vorschlag ist, dass die Aktiven am Ort sich beraten, wie viele Buttons und Aufkleber sie bestellen und wie sie diese massenhaft verbreiten unter Kollegen, bei Kampfaktionen, in der Stadt… Die Kosten sind 50 ct pro Button und 5 ct pro Aufkleber. Wir schlagen vor, dass vom Ort als Startpaket je Motiv 50 Buttons und 200 Aufkleber bestellt werden (Kosten incl Versand zusammen 140 EUR). Das Geld kommt durch den Verkauf und Spenden wieder herein. Es sind auch andere Stückelungen möglich (bei Kleinmengen Zuschlag wegen Versand).

Bild der „Postkarte“ mit den 4 Buttons, die Aufkleber sehen gleich aus.

Die ersten Warnstreiks sind Anfang Januar 2018, also bestellt zügig die Buttons/Aufkleber. Auslieferung, wenn möglich noch vor Silvester.

Die Bestellung bitte an info@iaar.de melden mit Lieferadresse, die Rechnung wird der Sendung beigelegt.

Ein kämpferisches Neues Jahr wünscht euch die Koordinierungsgruppe aus Deutschland für die Internationale Automobilarbeiterkoordination

i.A. Michael Weidner

Gabi Fechtner Spitzenkandidatin im BTW 2017 im Interview

Gabi Fechtner, Spitzenkandidaten im Bundestagswahlkampf 2017 und Direktkandidatin im Wahlkreis Solingen-Remscheid und Wuppertal II stellt sich im Interview Fragen zu ihrer Person, ihrer Politik und der Rolle des Internationalistischen Bündnisses in der Gesellschaft.

Das Video entstand am 01.09.2017 (Antikriegstag) zum Wahlkampfauftakt in Solingen.

 

Bestrafung des Auto-Kartells!

Von Anfang hat das Internationalistische Bündnis sich zu den kriminellen Machenschaften der Autokonzerne  klar positioniert, dazu beigetragen dass das Thema nicht aus der Öffentlichkeit verdrängt werden konnte. Im Wahlprogramm schrieben wir im März 2017: „Die VW-Krise ist nur die Spitze des Eisbergs der skrupellosen Diktatur der Monopole über die ganze Gesellschaft. Alle Autokonzerne betrügen, staatlich gedeckt. Deshalb legt sich keine der Berliner Parteien mit VW an – wir schon!“ Wir dokumentieren eine aktuelle Erklärung des Bündnis-Rats:

Erklärung des Bündnis-Rats des Internationalistischen Bündnisses zur Aufdeckung des Autokartell und Solidarität mit mutigen Arbeitern

Wir vom Bündnis sehen uns voll und ganz darin bestätigt, dass es nicht ein Abgasskandal von VW ist, sondern alle deutschen Autokonzerne bewusst betrogen haben. Es handelt sich um organisierte Kriminalität und Geheimbündelei – das muss aufgedeckt und bestraft werden! Wir haben dies von Anfang an zum Wahlkampfthema Nr. 1 gemacht und als Einzige die Auto-Konzerne und die Regierung angegriffen. So haben wir zur Aufdeckung des Kartells beigetragen. Mit unserer Broschüre „Die VW-Krise offenbart die Diktatur der Monopole – dem Übel an die Wurzel“ gehen wir weiter in die Offensive und organisieren mit der Arbeiterplattform im Internationalistischen Bündnis den aktiven Protest. Die erste Auflage war innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Allein 3000 Kollegen am Wolfsburger VW-Werk nahmen die Broschüre interessiert mit.

In allen Autokonzernen greifen kämpferische Kollegen des Internationalistischen Bündnisses mutig die Konzerne an. Sie reagieren mit einem verschärften Kurs gegen diese Kollegen. So wurde Siegmar Herrlinger bei Porsche in Stuttgart aufgefordert zu kündigen und wurde von der Arbeit freigestellt. Davon ließ er sich nicht einschüchtern und entschloss sich zur Kandidatur als Direktkandidat auf der Internationalistischen Liste/MLPD. Seine Beteiligung an der Betriebsversammlung setzte er juristisch und politisch durch. Auch in anderen Betrieben gibt es Mobbing und Angriffe auf kämpferische Kollegen. Wir sprechen Siegmar und allen Betroffenen unsere volle Solidarität aus und werden gemeinsam dagegen vorgehen! Wir werden es nicht zulassen, dass Mitglieder unseres Internationalistischen Bündnis und den Trägerorganisation gemaßregelt werden.

Wir fordern in unserem Wahlprogramm die Bestrafung der Verantwortlichen und Höchststrafe für die Konzerne nach Kartellrecht von 10% des Umsatzes, Einsatz der Gelder für Umweltschutz und den Rücktritt von Bundesverkehrsminister Dobrindt. Dabei entwickeln wir den gemeinsamen Kampf der Arbeiter aller Nationalitäten in den Betrieben gegen die Abwälzung der Lasten auf die Arbeiter und breiten Massen und bauen dabei die Arbeiterplattform auf.

Einstimmig beschlossen beim Treffen des Bündnis-Rats am 05.08.17

Gabi Fechtner im Landtagswahlkampf NRW unterwegs im Bergischen Land. (Neuer Film…)

Die Menschen sind auf der Suche nach einer gesellschaftlichen Alternative jenseits der etablierten Parteien insbesondere der faschistoiden AfD und Pegidabewegung. „Mach mit, damit sich wirklich etwas ändert“; hat die Wählerinitiatve Bergisch Land deshalb zurecht auf ihrem aktuellen Flyer geschrieben, der in Kürze erscheint.

Gabi Fechtner greift bei Ihren Wahlkampfauftritten nicht nur NRW- spezifische Themen auf,  wie den Kampf um Arbeits und Ausbildungsplätze oder die zahlreichen Umweltskandale. Die Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtumes von unten nach oben zugunsten einiger weniger Banken, Industriemonopole und/oder Einzelpersonen ist ebenso ein bundesweites Ärgernis.

Da sich so viele Kernaussagen in ihren Reden eins zu eins auf den Bundestagswahlkampf übertragen lassen, ist der Film als Dokumentation für den Wahltag im September gut geeignet, auf Veranstaltungen der Initiativen auch noch „nachträglich“ eingesetzt zu werden.


http://www.youtube.com/edit?o=U&video_id=1LcpVF_0ujM

 

RF-News zur Kartell-Enthüllung

Die Enthüllungen der letzten Tage lassen die hypernervösen Aktionen von Porsche-Geschäftsleitung und Betriebsratsvorsitzendem Uwe Hück in neuem Licht erscheinen.

 

 

 

 

 

Sie geschehen aus einer gewaltigen Defensive heraus. Nicht nur, dass die Ermittlungen den kritischen Kollegen Siegmar Herrlinger bestätigen. Der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von Porsche, Uwe Hück, ist bekannt als Mann fürs Grobe, für seine Nibelungentreue zum VW-Chefbetrüger Martin Winterkorn und als Kommunistenhasser.

 

Als Personalvorstand Andreas Haffner auf einer Betriebsversammlung im Entwicklungszentrum Weissach ausrastete, bekam er Schützenhilfe von Hück: „Siggi, Kündige! Hau hier ab!“ Adressat seines Wutausbruchs war der Kollege Siegmar Herrlinger, der konsequent die tiefe Verstrickung von Porsche in die kriminellen Machenschaften von VW angegriffen hatte.

 

4000 Porsche-Beschäftigte waren dabei, massiver Unmut gegen die Attacken von Haffner und Hück machte sich breit, viel Zustimmung für die Beiträge von Siegmar Herrlinger, der nicht glaubt, dass man bei Porsche von nichts gewusst habe und der die Haftung und Bestrafung der Verantwortlichen forderte.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Seit Anfang Juli ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart jetzt auch gegen Porsche. Die Nervosität in der Chefetage und im Büro des Betriebsratsvorsitzenden wuchs.

In Kürze

  • Im Auto-Kartell von VW, Audi, Porsche, Daimler und BMW wurde der Betrug akribisch geplant
  • MLPD, Internationalistisches Bündnis und weitere Kräfte kämpfen für lückenlose Aufklärung
  • Neue Broschüre „Die VW-Krise offenbart die Diktatur der Monopole – dem Übel an die Wurzel“ wird reißenden Absatz finden

Am 14. Juli wurde der kritische und kämpferische Arbeiter und Direktkandidat der Internationalistischen Liste/MLPD Siegmar Herrlinger – seit 39 Jahren Porsche-Beschäftigter – suspendiert, bekam Hausverbot und musste seine Teilnahme an der Betriebsversammlung am vergangenen Dienstag mittels des Arbeitsgerichts Stuttgart erstreiten.

 

Die neuen Enthüllungen der letzten Tage lassen die hypernervösen Aktionen von Porsche und Hück in neuem Licht erscheinen: Sie geschehen aus einer gewaltigen Defensive heraus.

„Amtliche Zweifel“ an der Abgastechnik

Nicht nur, dass die Ermittlungen den kritischen Kollegen Herrlinger bestätigen. Am Motor des Porsche-Modells Cayenne wurden laut Kraftfahrt-Bundesamt Manipulationen entdeckt. Dazu kommt, dass der kleinere Porsche-Geländewagen Macan Teil eines „freiwilligen“ Rückrufs von 630.000 Fahrzeugen verschiedener Marken ist, bei denen „amtliche Zweifel“ an der Abgastechnik bestehen.

 

Dann platzte am Freitag eine neue Bombe: Porsche war zusammen mit VW, Audi, Daimler und BMW Teil eines kriminellen Kartells der deutschen Autobauer, die seit Jahren jede Detailfrage der Autoentwicklung in „5-er-Kreisen“ verabreden.

 

In diesen mysteriösen Zirkeln – Renault, Volvo und anderen wurde der Zutritt verwehrt – vermuten die Ermittler einen Ursprung des gigantischen Betrugssystems, das nicht nur den Vorzeigekonzern VW, sondern das ganze staatsmonopolistische Geflecht aus Autokonzernen, Bundesregierung, EU-Kommission und rechter Gewerkschaftsführung in eine bisher nicht gekannte und sich laufend noch ausweitende Krise stürzte.

Jetzt wissen wir’s: Audi hat Porsche „kranke Motoren“ geliefert

Am heutigen Sonntag rastete Uwe Hück vor noch größerem Publikum aus: In der Bild am Sonntag geht er auf Rupert Stadler los. Dessen Tage bei Audi in Ingolstadt sind gezählt, man sucht schon seit geraumer Zeit nach einem Nachfolger.

 

Von seiner einstmaligen weißen Weste sind nach mehreren verbrannten Chefentwicklern, nach Dutzenden von Verhören in den USA und in Deutschland, nach Hausdurchsuchungen, falschen eidesstattlichen Erklärungen usw. usf. nur noch dunkelgraue Fetzen übrig geblieben. „Audi hat uns Dieselmotoren mit drei Defeat Devices geliefert, also kranke Motoren. Wir fühlen uns von Audi betrogen“, so Hück heute in der Bildzeitung.

Wer ist hier eigentlich noch sauber?

Das sind fast genau die gleichen Worte, die vor nicht allzu langer Zeit Rupert Stadler an seinen Mutterkonzern VW richtete: wenn in einem Audi ein manipulierter Motor steckte, so nur auf Befehl aus Wolfsburg, „wir sind sauber“. Nur wenig später wies ein ehemaliger Ingenieur aus der Motorenentwicklung vor Gericht nach, dass kritische interne Präsentationen („Wir sind nicht sauber“) von ganz oben massiv unterdrückt wurden.

 

Inzwischen pfeifen es die Spatzen von den Dächern in Ingolstadt, dass Audi und Stadler nicht nur tief verstrickt, sondern wesentliche Drahtzieher des Betrugssystems sind, das zehntausende Todesfälle und massive gesundheitliche Schädigungen verursacht.

Ich kann die ganzen Lügen nicht mehr ertragen

Uwe Hück, Gesamtbetriebsratsvorsitzender bei der Porsche AG

Porsche hat als Mitglied des Kartells nichts gewusst?

„Dieses Krebsgeschwür muss jetzt endlich richtig behandelt werden, und zwar nicht mit Puder, sondern mit Chemotherapie.“ Hat etwa die Forderung nach vollständiger lückenloser Aufklärung der VW-Krise, Haftung der Verantwortlichen mit ihrem Privatvermögen und Bestrafung, einen neuen Fürsprecher gefunden? Nachdem sie seit Jahren von Konzernzentralen, der Bundesregierung und VW-Minister Dobrindt hintertrieben wird?

 

Wollen sich Hück und Porsche etwa bei Siegmar Herrlinger entschuldigen und ihm für seine aufklärerischen Beiträge danken? Natürlich nicht. Der Audi-Aufsichtsrat soll Rupert Stadler freistellen, „dann sind wir wieder sauber“. Man darf gespannt sein, wie Porsche seine Beteiligung am kriminellen Autokartell mit seiner Rolle als Ahnungsloser zusammenbringt.

Von Beginn an aufgeklärt und auf offensiven Kampf orientiert

Im Unterschied zu diesen Kräften haben die MLPD, das Internationalistische Bündnis, die Freunde der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz, die VW-Widerstandskomitees und zahlreiche Kollegen unermüdlich für die Aufklärung gekämpft und sie selbst maßgeblich vorangetrieben. An jedem neuralgischen Punkt haben sie recht behalten.

 

  • Schon in der ersten Auflage der Broschüre „Wie Automonopole mit Hilfe des Staates Milliardenprofite durch höchst kriminelle Machenschaften einstreichen“ hat die MLPD nachgewiesen: Der gigantische Betrug an Hunderttausenden Autokäufern, an der Umwelt, der menschlichen Gesundheit, den VW-Beschäftigten, der Öffentlichkeit wurde bewusst und aus den Chefetagen heraus angeordnet und gesteuert. Mehrere Auflagen der Broschüre erschienen, Zigtausendfach wurde sie unter den Arbeiterinnen und Arbeitern aller großer Automobilwerke verbreitet.

 

  • Seit September 2015 haben rf-news und das Rote Fahne Magazin in 370 Artikeln und mehreren Schwerpunktthemen die kriminellen Machenschaften in diesem Machtzentrum des allein herrschenden Finanzkapitals, mit der Bundesregierung als willfähriger Dienstleisterin und rechten Gewerkschaftsführern als hochbezahlten Co-Managern, aufgedeckt.

 

  • Sie griffen die Kanzlerin von Autobauers Gnaden genauso an wie den unsäglichen Verkehrsminister Alexander Dobrindt, der die Autokonzerne sogar noch davor bewahren will, den betrogenen Dieselkäufern Entschädigungen zu bezahlen.

 

  • VW-Komitees in mehreren Städten unterstützten kämpferische VW-Arbeiter durch öffentliche Protestaktionen.

 

  • Die konzernweite Kollegenzeitung „Vorwärtsgang“ informiert und mobilisiert die Belegschaften zum Kampf dagegen, dass sie mit Arbeitsplatzvernichtung und massiver Steigerung der Ausbeutung bluten.

 

  • Ebenso wenig kann hingenommen werden, dass die Kommunen der Konzernstandorte als „Verluste“ getarnte Steuerhinterziehungen erleben.

 

  • Der Kampf für Arbeitsplätze und für Umweltschutz gehören untrennbar zusammen – das sehen inzwischen viele Kolleginnen und Kollegen so. Auf Protestveranstaltungen zum Weltklimatag 2016 rücken Umweltgewerkschaft, MLPD und Komitees VW in den Mittelpunkt, in Hannover mit einem Tribunal.

 

  • Seit der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz organisierte die MLPD die Solidarität der Automobilbauer weltweit.

 

  • Auf dem großen Internationalen Pfingstjugendtreffen 2017 in Gelsenkirchen führt der Jugendverband REBELL ein Tribunal gegen VW durch.

 

  • Die Koordinierungsgruppe der bundesweiten Montagsdemo erklärt sich solidarisch; Strafanzeigen wie die des Lungenarztes Mülleneisen aus Leverkusen gegen VW werden unterstützt.

Wahlkampfthema Nummer Eins

Im Bundestagswahlkampf 2017 wird die VW-Krise Wahlkampfthema Nr. 1. Schon im NRW-Wahlkampf erregte ein Wahlplakat („VW, RAG – Umweltverbrecher strafrechtlich verfolgen!“) großes Aufsehen.

 

Die Arbeiterplattform im Internationalistischen Bündnis hat vor kurzem eine neue aktuelle Broschüre „Die VW-Krise offenbart die Diktatur der Monopole – dem Übel an die Wurzel“ in großer Auflage herausgegeben – genau rechtzeitig, um die Steilvorlage der Kartell-Enthüllung zu nutzen …

1 2 3